Mehrteiliges Werk 
Plantæ medicinales oder Sammlung offizineller Pflanzen
Entstehung
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Benennungen.

Griech. Kaplan». Ki^a». Theophr, et Diose. exSpreng, hist. rei herb. p. 84- et 166.

Deutsch. Der Koriander. Der geraeine odergrofse Koriander.

Franz. La coriandre.

Jtal. Coriandro. Curiandolo.

Span. Cilantro. Culantro.

Port. Cuentro. Coriandro.

Engl. The common coriander.

Ho 11. Koriander.

Dan. u. Schwed. Koriander.

Russ. Koriander. Kitschnez.

Po In. Koriander.

Böhm. Koryander,

Ung. Kdriandrum.

Der Würzkoriander, eine im südlichen Europawildwachsende, einjährige Pflanze, wird in mehrernGegenden Deutschlands, besonders in Thüringenetc. angebaut.

Die Wurzel ist dünn, wenig ästig und mit ei-nigen Zasern besetzt; der Stengel aufrecht, glatt,gestreift, rund, ästig, und bey zwey bis drey Fufshoch.

Die abwechselnden Blätter sind theils einfach,theils doppelt gefiedert; die untern gröfser; dieBlättchen derselben eyförmig oder rundlich, stumpfeingeschnitten-gezahnt oder gelappt; die andernBlätter mittelmäfsig gestielt, mit mehr oder wenigerschmalen, feinen und gleichbreiten Blätlchen»

Die weifslicben Blümchen stehen in zusammen-gesetzten Enddolden. Die allgemeine Dolde ist fünfoder achtstrahlig. Gewöhnlich fehlt die allgemeineHülle oder besteht nur aus einem schmalen Blätt-chen, und die besondere Hülle aus drey auf einerSeite befindlichen kleinen, gleichbreiten Blättchen,von der Länge der etwas ungleichen, vielblumigenDoldchen.

Der eigentliche Kelch ist fünfzahnig. Die fünfBlumenblättchen sind eingebogen-herzförmig, und

die der äufsern Blümchen gröfser und unregelinäf-sig; die einfachen Staubfäden mit rundlichen Staub-beuteln versehen. Der untere Fruchtknoten trägtzwey kleine abstehende Grille]. Die Narben imStrahle sind kopftörmig.

Die Frucht ist kugelrund, feingestreift, vongraugelblicher oder gelbbräunlicher Farbe, und be-steht aus zwey halbkugellönuigen, etwas vertieftenSaaraen.

Die Blüthezeit ist Juni und Juli; die der Frucht-reife August und September.

Die ganze Pflanze hat im frischen Zustande ei-nen starken, sehr widerlichen, mehr oder wenigerbetäubenden, wanzenähnlichen Geruch.

Der Saame (Semen Coriandri, Koriandersaame)ist oflizinell. Getrocknet besitzt er einen sehr an-genehmen, gewürzhalten Geruch und süfslichen,aromalischen, etwas scharfen Geschmack.

Abbildungen:

Flor du Dict. d. Scienc. med. Livr. 36. pl. i55.

Plenk Icon. pl. offic. t. 204.

Sturm Deutschi. Flor. Fase. 3.

Engl, botan. lab. 67.

Sibthorp Flor, graec. t. 283.

Hoffm. Umbellif. Gen. edit. 2. 1. tab. tit. f. i4- »5.

Black well Herb. t. 176.

Ludwig Ectyp. t. 37.

Kniphoff Cent. 10. n. 26.

Rivin. Pentap. t. 7o.

Lobel. Hist. Icon. 70J.

Erklärung der Platte.

Nro.

1. Ein blühender Zweig.

2. Die Wurzel.

3. Eine vergröfserte Bliithe.

4. Der Kelch mit Fruchtknoten und Pistill.

5. Der Saame,