Mehrteiliges Werk 
Plantæ medicinales oder Sammlung offizineller Pflanzen
Entstehung
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Die Blüthen stehen in sparrigen zusammenge-setzten Trauben von der Länge der Blätter, aus de-ren Winkel sie entspringen. Der gemeinschaftlicheBlüthenstiel theilt sich gewöhnlich in acht 1^ Zolllange Aestchen, die dicht mit den sitzenden weifsenBlüthen bedeckt sind. Der Kelch fehlt. Die Kronebesteht aus vier eyförmigen spitzen ausgebreitetenBlumenblättern.

Die Staubfäden sind etwas länger als die Kroneund neigen sich bogenförmig nach dem Griffel hin.Der runde Fruchtknoten ist kurz gestielt und trägteinen fadenförmigen Griffel mit stumpfer Narbe vonder Länge der Staubgefäfse. Die Frucht, die manbis jetzt blofs im unreifen Zustand kennt, ist rundzusammengedrückt, zweiklappig, ein bis zweisaa-mig.

Der verwundete Stamm dieses Baums giebt inreichem Maafse ein flüssiges Harz unter dem Na-

men Balsamum Copaivae bekannt und geschätzt:Reiner und nicht zu alter Copaivbalsam hat dieConsistenz eines dünnen Syrups, eine blafs wein-gelbe Farbe und besitzt einen eigentümlichen nichtunangenehmen Geruch; sein Geschmack ist mildmit etwas aromatisch-scharfem verbunden. DerBalsam des festen Landes von Amerika wird demvon den Antillischen Inseln vorgezogen.

Abbildungen.

Jacq. Stirp. Amer. tab. 86.

Houttuyn, Lin. Pfl. Syst. I. tab. 10. f. i.

Lamark Illustr. Gen. tab. 342. '

Erklärung der Platte,No. I. Ein blühender Zweig nach Jacquin.