etwas abgestutzt und eckig, mit abstehenden spitzenLappen.
Die Blüthenstiele kommen einzeln ausden Winkeln der Blätter; sie sind fast doppeltso lang, als diese, rund, an der Spitze dreitheilig,dreiblüthig. Am Grunde der einzelnen Blüthen-stielchen und in der Mitte derselben finden siebgegenüberstehende, kleine, lanzettförmige Deckblätt-chen.
Die Kelchabschnitte sind eyförmig, stumpf,mit kurzer zurückgebogener Spitze. Die Blumen-krone ist ungefähr einen Zoll lang, weit offen, gelb-lich-weifs mit purpurfarbigen Streifen auf demRücken der Falten. Die Staubgefäfse sind auf-recht, weifs, viel kürzer als die Krone. Der Grif-fel von gleicher Länge endigt sich in zwei läng-liche abstehende aufrechte Narben.
Der an der Sonne ausgetrocknete Saft der Wur-zel dieser Pflanze ist das unter dem Namen S c a m-
monium bekannte drastische Gummiharz, undzwar die bessere Sorte desselben (ScammoniumAleppense), die jetzt nur selten im Handel vor-kommt und sich durch die hellere aschgraue Far-be, durch gröfsere Leichtigkeit und Zerreiblich-keit vor dem gewöhnlichen Scammonium auszeich-net. Gutes Scammonium löfst sich gröfstentheils inAlkohol auf und enthält in 100 Theilen 60. Harzund 3. Gummi.
(N. v. E.)
Abbildungen.Plenc Icon. pl. med. tab. 92,Sibthorp. Fl. graeca. tab. 192.Miller Dict. tab. 102.Moris. Hist. H. s. 1. tab. 3. fig. 5.Lobel. Icon. 602. 1.
Erklärung der Platte.No. l. Ein blühender Zweig nach Sibthorp«