Benennungen'.
Deutscht Gemeine Maiblume, weifses Mäyenbiüm-<chen, Mayenzauken, Zauken, Zautschen,Thalkraut, Thallilie, Lilienconvallien, Nie-sekraut.franz. Muguet de mai, Lys de vallees.Ital. II mughetto, giglio convallio, giglio del-
le convalli.
Azucena del valle.Lirio convalle.
The common Lily of the Valley, LillyConvally, May-Lilly.
Lelietjes van den Dale, Lely Convally,Meybloemen.
Meymaanedsblomster, Mayblommer, Li-lie conval.Schwed. Lille Kongvalle, Lilcovallie, Lilie Con-vallie, Haaröron, Gliseblad, Kikierammen.Po In. Konwalia, Liliyka, Lanka, Lanuszka.
Böhm, Konwalynky, Grasticky, Konwalium,
Magowy kwjtek.Ung. Gyöngy-vifag, Szent György-viraga,
Szeelntze.
Span.
Port.
Engl.
Holl.
Dan.
Diese allgemein bekannte, ihres WohlgeruchsUnd der zierlichen Gestalt wegen sehr beliebtePflanze ist ausdauernd und wächst sehr häufigdurch ganz Deutschland und in den übrigen Län-dern Europas in schattigen Wäldern. Auch ziehtman sie als Zierpflanze in Gärten, wo sie einfachund gefüllt, röthlich und weifs von Farbe angetrof-fen wird, auch hat man eine Spielart mit buntge-streiften Blättern.
Die Wurzel derselben ist kriechend, ästig,gegliedert, faserig und weifs.
Der Schaft ist aufrecht, nackt, glatt, eckigund fast so lang, als die Blätter, welche mei-stens zu zweyen aus der Wurzel kommen, und amGrunde scheidenförmig sind. Die Gestalt dersel-ben ist eyrund - lanzettförmig. Sie sind ungezahnt,parallelfasericht und glatt.
Die Blüthen sind klein, sehr wohlriechend,kurz gestielt, von weifser Farbe und einseitig in
traubenförmiger Aehre nach einer Seite überhan-gend.
Der Kelch fehlt. Die Blumenkrone isteinblättrig, glockenförmig und sechsspaltig. DieLäppchen sind stumpf und abstehend zurückgebo-gen. Die sechs Staubfäden mit länglichen auf-rechten Staubbeuteln, sind pfriemenförmig,kürzer als die Blumenkrone und in derselben befes-tigt. Der Fruchtknoten ist rundlich und trägteinen fadenförmigen Griffel, der länger ist, alsdie Staubfäden. Die Narbe ist stumpf, zwey oderdreyeckig.
Die Frucht ist eine rundliche, dreyfächerige,vor der Reife gefleckte, dann rothe Beere vonder Gröfse einer kleinen Kirsche, die bald mehrbald weniger rundliche Saamen enthält.
Die Maiblume blüht im Mai und Juni. DerSaame reift im September. Sie vermehrt sich durchdie Wurzelausläufer sehr starck.
Die Blüthen (Flores liliorum convallium)sind offizinell. Beym Trocknen, welches schnell ge-schehen mufs, nehmen sie eine gelbliche Farbe anund verlieren ihren angenehmen Geruch. DerGeschmack derselben ist leicht bitter, etwas scharfund eckelhaft.
Abbildungen:
Blackwell herb. t. 70.
Oeder fl. dan. t. 854-
Zorn icon. pl. t. 54-
Gärtner de fruct. et sem. pl. 1. p. 59. t. 16. f. 6.
Wein mann n, 653.
Handb. der pharm, bot. bl. XXVIII. f. 160.
Redoute liliac. t. 4. t. 228.
Plenk icon. plant, med. t. 263.
Erklärung der Platte.Taf. No.
1. Eine blühende Pflanze mit den Wurzeln.
2. Eine geöffnete und ausgebreitete. Blumenkrone,
mit den Befruchtungswerkzeugen.
3. Ein vergröfsertes Staubgefäfs.
4. Der Stempel vergröfsert.