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Plantæ medicinales oder Sammlung offizineller Pflanzen
Entstehung
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Cinchona ovata. Ruix et Pav.

Cinchona cordifolia. Mutis.

(Der Königs - Fieberrindenbaum. )

C. foliis orbiculato - ovatis saepe subcordatis subtus to-

mentosis supra pubescentibus . . . Mutis. apud Humb. Berl.Mag. nat. Freunde.Lp. 117-

Römer et Schult. Regn, Veg. V. p, 11,C. officinalis........Linn. Syst. Veg, edit. XII. p. 164.

Suppl. p, i44» vide Hurab. 1, c.Gärtner de Fruct. et Sem. I. p, 169.

Vahl. Act. Soc. Hist. nat. Hafn, I. p. 19.

Symbol, bot. II. p. 3y.Willd. Spec. pl. I. p. 958.Lambert Gen. Cinch. p. 21»Poiret. Encycl. Myeth. VI. p. f\\. n. 17. (exclusa

purpurea.)

Ruiz et Pav. fl. peruv. II. p. 52.Ruiz Quinolbg. Art. 7. p. 74«

Ruiz et Pav. fl. peruv. III. p. 57.Ruiz Quinolog. II. p. 56.

C. pubescens, foliis ovatis basi elongatis subtuspubescentibus, capsulis cylindricis .

«. var. foliis vtx cordatis, utrinque glabris

C. o v a t a

Cascarilla pallida ....

ß. foliis utrinque hirsutis.

C. hirsuta ... ...

Cascarilla delgada ....

Der Königs-Fieberrindenbaum findet sieb eben-falls im spanischen Amerika in gebirgigen Gegen-den von goo - t4°° Klafter, und ist 12 bis i5Fufs hoch. Die obern Aeste sind etwas haarig; dieBlätter gestielt, rundlich - eyförmig, seltner etwasherzförmig, handbreit, bey sieben Zoll lang, amRande etwas umgebogen, gegen die Basis am Stieleein wenig herablaufend, aderig, entweder auf bey-den Seiten glatt, oder oben glänzend und unten,so wie auch die Stiele der blättrigen Blumenrispen,-weichhaarig. Die Afterblättchen stehen aufrecht an-gedrückt, sind verkehrt, eyförmig-hinfällig. DieKelchzähne sind klein, eyförmig und spitzig. DieKrone ist purpur-röthlich, weiis-gestreift und in-wendig, besonders der Rand sehr zottig. Die zoll-lange Kapsel ist cylindrig, etwas krum, gestreift,und an beyden Enden ein wenig verengt.

Die Rinde dieses Baums kommt in den Offizi-nen unter den Namen Königs-Chinarinde, gelbeFieberrinde ( Cortex Chinse regius s. flavus, Cortexperuvianus luteus) vor, und ist seit 1790 bekannt.Man erhält diese Rinde in platten oder weniggebogenen, oft sehr groben, unregelmäfsig gestal-teten , verschieden grolsen Stücken, gewöhnlich vonein bis vier und mehrern Zoll Länge, ein bis an-derthalb Zoll Breite und zwey bis sechs Linien Dik-ke. Zuweilen finden sich auch unter diesen einigekleine, dünne, etwas zusammengerollte Stücke vonJüngern Zweigen. Nur wenige sind noch mit einerrostfarbigen, röthlich-braunen, mit vielen kleinenQuerspalten und einigen der Länge nach laufendenRifsen versehenen, auch gewöhnlich mit weifs-grauenFlechten besetzten Oberhaut noch ganz oder zumTheil überzogen. Die gewöhnlich von der Ober-haut entblöfste Rinde ist aufsen bräunlich-gelb oderrostfarbig. Gröfsere Stücke sind hier und da hök-kerig, und manche haben in gewifsen Richtungengegen das Licht gehalten oben ein schimmerndesAnsehen. Dickere Stücke sind inwendig flacher;dünnere mehr ausgehöhlt. Die Farbe ist etwas gelb-licher und heller als auswendig, einer hohen Zimmt-tarbe ähnlich. Selten fällt sie etwas ins Rothe. Dieganze Rinde bricht leicht. Bey kleinern, dünnen

Stücken ist der Bruch glatt; bey gröfsern etwas fa-serig. Die Farbe auf dem Bruche ist gelb und jenachdem die Stücke dünner oder dicker sind, mehroder weniger ins Bräunliche fallend. Das Gewebeder Rinde ist faserig. Sie ist trocken und sprödeanzufühlen, mit den Fingern etwas pulverig zu rei-ben, und leicht zu einem zimmtfarbigen Pulver zustofsen, welches die Haut gelb färbt und angefeuch-tet bratm aussieht. Sie besitzt einen zwar nichthervorstechenden, jedoch besonders als Pulver undmit siedendem Wasser angegofsen gewürzhafternGeruch, als die übrigen China-Arten. Der Geschmackist angenehm bitter und mehr reizend gewürzhaft,als zusammenziehend.

Abbildungen:

Gärtner de Fruct. et Sem. I. tab. 33 fig. 4»Vahl Act. Soc. Hist. nat. Hafn, I. tab. 2.Lambert Descript. Gen. Cinch. tab.'2,Hayne Getr. Darst. VH. tab. 4°«Ruiz et Pavon fl. per. II. t. ig5. var. *. fl. peruv. IL tab. 192. var ß.

Erklärung der Platte.

Nro.

1. Ein blühender Zweig nach Ruiz et Pav.5. Eine geöffnete Blüthe.

3. Ein Kelch und Stempel.

4. Die Frucht.

5. Eine aufgesprungene Kapsel.

6. Saamenhalter mit Saame.

7. Derselbe ohne die Saamen.

8. Der Saamen,

9. Die Rinde (China regia) von der äufsern Seite,

10. Dieselbe von der innern Seite,

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