Diese Pflanze ist ursprünglich in Mexiko zuHause, kommt aber auch in unsern Gärten gut fort.
Aus einer einjährigen weifsen ästigen fasrigenWurzel erhebt sich ein ebenfalls ästiger ein biszwei Fufs hoher, nach oben gefurchter und miteinzelnen weifsen Haaren besetzter Stengel.
Die Blätter laufen in einen kurzen Blattstielherab, sind lanzettförmig und buchtig gezahnt; dieobere Seile ist glatt, auf der untern finden sichzerstreute glänzende punktförmige Drüsen und ein-zelne kurze Haare auf den Rippen.
Die Blätter an den Aestchen sind viel klei-ner und fast ganzrandig.
Die Blüthen sind sehr klein und sitzen, indichte Köpfchen zusammen gehäuft, in den Win-keln der Blätter, sowohl am Stengel als an denAesten desselben.
Der kleine grüne Kelch (die einfache Blü-thenhülle) ist aus fünf eirundlichen spitzen etwasconvexen aufrechten Blättchen gebildet.
Die Staubfäden sind weifs und kaum et-was länger als der Kelch. Die Staubbeutel be-stehen aus zwei entfernten rundlichen blafs - gelbli-chen Fächern.
Der Fruchtknoten ist rundlich und an derSpitze mit einem Kranz von Drüsen besetzt. Diebeiden Griffel sind kurz, fadenförmig und weifs.Die kleine einsaamige, vom Kelch umkleidete Frucht(utriculus) ist rundlich; die Fruchthülle, wie beiallen Arten, sehr dünn weifs, der Saamen aber miteiner glänzenden schwarz-braunen Testa bedeckt.
In günstigem Boden >vird die Pflanze überzwei Fufs hoch und treibt dann vom Grunde anzahlreiche sparrig-abstehende Aeste, die bis in denSpätherbst mit Blüthen bedeckt sind.
Die Blätter besitzen einen starken durchdrin-genden und ganz eigenthümlichen angenehmen Ge-ruch und einen schwach aromatischen Geschmack.Ihre wichtigeren Bestandtheile sind ätherischesOel, Camp her und Salpeter. In den Officinenkommen sie unter dem Namen Herba Cheno-podii ambrosioidis oder Botryos mexica-nae vor und sollen das folgende ChenopodiumBotrys an Wirksamkeit übertreffen, (S. HaenleLehrbuch der Apothekerkunst, t. 2. p. 3oo.)
(N. v. E.)
Abbildungen.
Moris Hist. H. Sect. V. tab. 35. fig. 8.Plenk Icon. plant, med. tab. 168.
Erklärung der Tafel.
i. Der obere Theil einer blühenden Pflanze.
2. Ein unteres Stengelblatt.
3. Ein Blüthenköpfchen, vergröfsert.
4. Eine Blüthenhülle mit den Staubgefäfsen und
dem Pistill, vergröfsert.
5. Der Fruchtknoten mit den beiden Narben, ver-
gröfsert.
6. Derselbe stärker vergröfsert, um die Drüsen zu
zeigen.
7. Die Frucht in natürlicher Gröfse mit der Blü-
thenhülle.
8. Dieselbe vergröfsert.
9. Dieselbe ohne die Blüthenhülle.io. Der Saamen.
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