Die sieben fruchtbaren Staubbeutel öffnen sichan der Spitze, wie diefs bei allen Arten dieser Gat-tung der Fall ist.
Der Fruchtknoten ist kurzgestielt, mit gelbli-chen Haaren bekleidet und läuft in einen langen,rückwärts gebogenen Griffel aus.
Die Frucht ist eine zusammengedrückte, flache,stumpfe, glatte Gliederhülse, in der man in jedemFach einen grünlich-gelben , zusammengedrücktenund netzförmig geäderten Saamen findet.
(Richard.)
Diese C a s s i e, die man auf den ersten Blickvon der stumpfblätterigen C. Senna unterscheidet,ist die Mutterpflanze der besseren Sorte der Sen-nesblätter, die unter dem Namen der Alexan-drinischen mehr oder weniger rein, oder mitden Blättern der C. Senna vermischt, vorkommen.Ohne diese Beimengung führen sie die Namen derSene de la Palte, Sena chebb'ydy, SenaMekky. Gegenwärtig kommen sie auch bei unsweit häufiger als die stumpfen Sennesblätter vor.Die Blättchen sind oval zugespitzt, blafs grünlich-gelb , sechs bis zehn Linien lang und ungefähr vierLinien breit. Mit der Lupe betrachtet zeigen sich,besonders bei den Jüngern Blättchen, auf beidenSeiten, kurze, weifse Haare. Sie haben eineneigenthümlichen Geruch und einen schleimigen,bittern Geschmack. Die chemische Analyse von
Lassaigne und Feneulle zeigte folgende Be-standteile: Chlorophyll, ein fettes Oel, einflüchtiges Oel, Eiweifs, einen eigenthüm-lichen purgirenden Extrac ti vstof f (Cathar-tin), einen gelben Farbestoff, Schleim, Ap-felsäure, apfelsauren und weinsteinsaurenKalk, efsigsaures Kali und einige andereSalze. J.SL Journ. de Pharm. VII. p. 553.
An merk. Seit 1821 kommt eine andere SorteSennesblätter unter dem Namen Fol. Sennae in-dica oder Fol. Sennae de Mokka im Handelvor, die sich durch ihre gröfsere Länge imVerhältnifs der Breite, und besonders durchden Mangel der Haare unterscheiden. DieseSorte soll nach Lemaire-Lisancourt (Journ.de Pharm. VII. p. 347) auf der Westküste vonAfrica, in Senegambien von einer der C. co—rymbosa verwandten Art, Cassia elongata,Lern, gesammelt werden. (N. v. E.)
Abbildungen.
Nectoux Voy. en Egjpte. Tab. 2.Del. Descript. d'Egypte. Tab. 27. Fig. 1.
Erklärung der Tafel.
1. Die Pflanze mit Blüthe und Frucht.
2. Die geöffnete Hülse.
3. Der Saamen, vergröfsert.