Mehrteiliges Werk 
Plantæ medicinales oder Sammlung offizineller Pflanzen
Entstehung
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Grunde ungleich, an der Spitze stumpf und ausge-randet, oben gelblich-grün, unten blafs und anden Nerven und am Rande mit feinen Haaren ge-wimpert; zwischen den untersten Fiederblättchenstehen zwei bis drei spitze Drüsen.

Die Blüthen bilden an der Spitze des Sten-gels eine einfache Traube, die vier bis sechs Linienlange Blut henstiele sind vor der Blüthe abwärtsgebogen, später ausgebreitet, rund, wie die Spitzedes Stengels und die Blatsttiele mit Drüsenhaarenbekleidet.

Der Kelch ist aus fünf etwas ungleichen läng-liehen stumpfen grünen auf dem Rücken behaartenBlättchen gebildet.

Die Blumenblättchen sind nur um dieHälfte länger als der Kelch, keilförmig stumpf, ander Basis in einen kurzen Nagel verdünnt. IhreFarbe ist blafsgelb, im Verwelken rast weifs; nurder Nagel ist etwas röthlich. Hierin stimmen un-sere lebenden Exemplare des botanischen Gartensmit der Beschreibung von Prosper Alpin über-ein ; J a c q u i n giebt hingegen am angeführten Orteeine dunkle safrangelbe Farbe an.

Die S t a u b g e f ä fs e, deren hier nur fünf vor-handen, sind aufrecht, von ungleicher Länge, allefruchtbar mit walzenförmigen gelben an der Spitzesich öfinenden Antheerenj sie sind kürzer als dieBlumenkronc.

Der Fruchtknoten ist mit langen weifsenHaaren dicht bekleidet; der kurze gelbliche Griffelist glatt und endigt in eine aufwärts gekrümmte seit-lich geöffnete Narbe.

Die Frucht ist eine ungefähr zwei Zoll langegelblich-braune mit kurzen rauhen Haaren besetzteHülse, in der zwischen undeutlichen Querfurchenrundliche zusammengedrückte glänzende schwarz-braune Saamcn liegen.

Diese Saamen werden von Dar-für nach Cairogebracht, heifsen bei den Arabern Tschichs, beiden Türken Cismatan, und werden gegen dasaegyptische Augenübel angewendet. Sie sind in der

neuesten Zeit von Herrn Professor Dr. Graefe auchin Deutschland gegen Augenblennorhoen empfohlenworden, und verdienen daher hier aufgenommen zuwerden. Sie sollen als feines Pulver in die Augengebracht werden. Nach John enthalten die schwar-zen Hülsen des Saamens Extractivstoff, ad-stringirenden Stoff und freie Säure.

Anra, DieSenna quadrifolia siliqua planahirsuta flore aureo sanguineo Burm.Zeyl. tab. 97. et Senna exiqua made-raspatana tetraphyllo Pluk. Alm. tab.60. fig. 1. scheint uns eine verschiedene Pflanze,die nach Burmanns Abbildung und Beschrei-bung sich durch die zu zwei bis drei in denBlattwinkeln stehenden Blüthen, die rothgelbeFarbe derselben und die vorhandenen zehnStaubfäden hinlänglich unterscheidet.

(N. v. E.)

Abbildungen.

Prosp. Alpin. 1. c. tab.Jacquin. Eclog. pl. rar. lab. 53.

Erklärung der Tafel.

Eine blühende Pflanze.Ein Blatt.

Der Blattstiel vergröfsert mit den Haaren undDrüsen.

Eine Blüthe in natürlicher Gröfse.Ein Kelchblatt.Dasselbe vergröfsert.Ein Blumenblatt.Dasselbe vergröfsert.Die Staubgefäfse und der Griffel.Der Fruchtknoten mit dem Griffel, beide Figu-ren vergröfsert.

1.2.3.

4-

5.6.

7«8.0.10.

11.

12.

i3.

Die reife Frucht.Dieselbe geöffnet.Der Saamen.