die wieder in ungleiche mit dornigen Spitzen be-waffnete Zähne eingeschnitten sind.
Die B1 ü t h e n sitzen entweder unmittelbar zwi-schen diesen Blättern auf, (Carlina acaulis vera)oder sie erheben sich in einer Spielart (Carlinaacaulis frutescens) einzeln auf einem, einenhalben bis ganzen Fufs langen, mit Blättern be-setzten, rothbraunen Stengel.
Diese Blüthen gehören mit zu den gröfsten die-ser Familie; der gemeinschaftliche Kelch hat überzwei Zoll im Durchmesser und ist an der Basis vonabstehenden kleinen Blättern, die in die äufsernKelchschuppen übergehen, urogebeu; diese sind lan-zettförmig, aufrecht, bräunlich und mit ästigen Dor-nen besetzt; die inneren Kelchschuppen sind län-ger, dornenlos und bilden mit ihren ausgebreitetentrocknen glänzend -weifsen Spitzen einen schönenStrahl.
Die röhrenförmigen Blut liehen ragen kaumüber die lange Haarkrone hervor, ihr Saum istgrünlich - violett. Die verwachsenen Staubbeu-tel sind gelb. Der hervortretende Griffel endigtin eine zweispaltige violette Narbe, deren Lippenaneinander anschliefsen.
Der Fruchtboden ist mit starken weifsen ge-spaltenen Spreublättchen (paleae) besetzt, die an der
Seite zuweilen in einen fadenförmigen, an der Spitzein eine keulenförmige schuppige Verdickung aus-laufenden Fortsatz übergehen, welchen man als einrudimentum flosculi betrachten könnte.
Das A c h e n i u m ist mit langen aufrechten weis-sen Haaren bekleidet und mit einer ebenfalls weis-sen gefiederten Haarkrone (pappus plumosus) gekrönt.
(N. v. E.)
Erklärung der Tafel.
1. Die blühende Pflanze.
2. Eine äufsere Kelchschuppe.
3. Eine innere.
4- Die Blüthe im verticalen Durchschnitt,
5. Ein Blüthchen (flosculus) mit dem Acheniura und
der Haarkrone.
6. Dasselbe ohne das Achenium.
7. Eine geöffnete Blumenkrone mit den verwach-senen Antheren, vergröfsert,
8. Ein gespaltenes Spreublättchen (palea) mit sei-nem Anhang.
9. Dieser keulenförmige Anhang, vergröfsert.
10. Das Achenium mit dem Pappus, vergröfsert.