Mehrteiliges Werk 
Plantæ medicinales oder Sammlung offizineller Pflanzen
Entstehung
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Carex maritima humilis, radice repente,

caule triquetro, spica spadicea. . Michel» nov. gen. p, 67,Gramen cyperioidese monte ballon simile hu-

milius, in arenosis nascens . . Pluckn. Almag. bot, p. 178.

Benennungen.

Deutsch. Die Sandsegge. Das Sandriedgras. Flug-sandried. Eisenpäde. Kalmuspäde. DeutscheSassaparillenwurzel.

Franz. Taiche des sables.

Engl. The sea carex.

Ho 11. Zaadige cyperbies. Helmdraad.

Dan. Sandskiärgraes. Seenegräs.

Schwed. Sandslarr.

Dieses Riedgras wächst im Flugsand anmehrernOrten im nördlicheren Deutschland, vorzüglich aberan der Seeküste.

Aus einer langen, kriechenden, gegliederten,mit braunen Schuppen bekleideten Wurzel kommenmehrere aufrechte, dreyeckige und am Rand schar-fe Halme, von 6 10 Zoll Länge, hervor.

Die. Blätter stehen auf kurzen, glatten Scheidenam Grund des Halms beysammen-, sie sind schmal,rinnenförmig, am Rand scharf und endigen sich ineine lange dreyseitige Spitze.

Die Blüthenähre besteht aus 8 12 dicht beysam-men stehenden, länglichen, zugespitzten, kleinernAehrchen, ist i£ 2 Zoll lang und am Grund miteinem kurzen scheidenartigen, in eine lange, pfrie-menförmige Spitze auslaufenden, Deckblättchen ver-sehen. Die unteren Aehrchen sind gewöhnlichganz weiblich, die mittleren und oberen an der Spit-ze männlich.

Die Schuppen sind ey-lanzettförmig, fein zu-gespitzt auf dem Rücken grün, an den Seiten braunrostfarbig mit weifsem durchsichtigem Rand.

Die Frucht (eine cariopsis in einer schlauch-

artigen Hülle) ist zusammen gedrückt, glatt, hateinen häutigen etwas gezahnten Rand und eine lan-ge zweispaltige Spitze.

Die getrocknete Wurzel ist von der Dicke einesdünnen Federkiels schmutzig-weifs und mit grofsenweiten, schwarzbraunen, mehr oder minder zer-schlitzten Scheiden bekleidet; die grauen Wurzel-fasern kommen nur an diesen Absätzen, nicht anden Internodien hervor.

Der Durchschnitt zeigt ein rein weifses Feld ohnedie kreisförmige Linie, welche bey der Wurzel derCarex hirta in die Augen fällt. Die ächte Wurzelhat frisch einen schwach-aromatischen eigenthümli-chen Geruch, der sich beym trocknen verliert-, derGeschmack ist fade, sehr wenig bitter. (N.v.E.)

Abbil düngen.

Schkuhr. Caric. Monogr. tah. B, f. 6.Host. Gram, I. tab. 49-Micheli, Nov. Gen tab. 33. f. 4-Pluckner. Almag. tab. 34- f. 8.Loesel Fl. prussic. p. 3i.

Erklärung der Tafel.

1. Die blühende Pflanze,

2. Ein einzelnes Aehrchen.

3. Eine Schuppe defselben,

4. Die Frucht (Kapsel) mit ihrer äufseren Hülle.

5. Eine männliche Schuppe.

6. Die getrocknete Wurzel,

7. Ein Durchschnitt hievon.

8. Derselbe von Carex hirta zum Vergleich.