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Plantæ medicinales oder Sammlung offizineller Pflanzen
Entstehung
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Benennungen:

Griech. «eiere*«^'* xAtiu*TiT«r. Diosc. ex Spreng.

hist. rei. herb. p. 190.Deutsch. Die gemeine Osterluzey, Osterlung,Hohlwurz, Wolfskraut, Bruchwurzel, Heil-Matt, Donnerwurz.

l'aristoloche cle'matite, Poire a putin,

Aristolochia clematide,

Aristolochia clematitc.

Aristolochia ordinaria on clematite, her-va hicha.

The uprigt birthwort.

Dünne üsterlucic, lange Holworte],

Staaderurtens Huulrod, Huulttrt,

Stör Hallrot.

Kirkaszon, Karkaschun.

Kokornak.

Wlkowe jahlko,

Farkas - alma.

Franz.

Ital.

Span.

Port.

Engl.

Holl.

Dan.

S c h w e d

Russ,

Poln.

Böhm»

Ung.

Die gemeine Osterluzey, eine ausdauernde Pflanze,wächst fast durch ganz Deutschland und in niehrernandern Ländern des südlichen Europas an Gräbern,in Feldern und Weinbergen, an Hecken, Zäunenund ungebauten Orten,

Der Stengel ist aufrecht, sehr einfach, etwaseckig, glatt, knotig, und erreicht eine Hohe von an-derthalb bis zwey Fufs.

Die abwechselnden Blätter sind gestielt, herz-förmig-rundlich, etwas stumpf, ganz umgelheilt,glatt, oben dunkelgrün und unten blafs.

Die grünlichgelben, gestielten Blumen sind inden Blattwinkeln angehäuft. Die Blumenstiele sindeinblüthig.

Der Kelch fehlt. Die einblättrige röhrigeBlumenkrone ist aufrecht, unten bauchig, mitsechseckig-walzenförmiger Röhre und erweitertemRande, der sich in eine längliche Zunge endigt.Lnler den INarben sind ü vierfacherige fadenloseStaubbeutel angewachsen. Der Fruchtknoten sitzt

unten, ist länglich, winklig. Der Griffel fehlt fastganz, und die Narbe ist vertieft, fast kugelich undsechstheilig.

Die Frucht ist eine sechsfächerige Kapsel, dieviele eingedrückte übereinanderliegende Saamen ent-hält.

Diese Pflanze blüht im Monat Mai bis Juli, unddie Saamen reifen im Juli und August.

Die Wurzel (radix aristolochia; creticoe, s. vul-garis s. tenuis) ist offizinell. Man sammelt sie imApril oder auch im September ein. Sie ist lang,hin und her gebogen, rund, einfach, fast so dick,als ein kleiner Finger, mit schuppig keimartigen An-sätzen, und dünnen Zasern besetzt, auf dem Quccr-durchschnitt gelb anlaufend und hat auswendig eine*gelbbraune oder bräunliche, inwendig eine weifs-lich-gelbe Farbe. Sie besitzt einen zusammenzie-henden, bitterlichen, scharfen, im Munde lange an-haltenden Geschmack und einen schwachen, unan-genehmen Geruch.

Abbildungen.

Schkuhr Handb. t. 27O.

Sturm fl. gerat, 1. (i.

Engl. bot. 398.

Plcnk icon. pl. med. t. 6>o.

Flor, du dict. d. scienc. med. livr. 10.

Oeder flor. dan. 1235.

Knorr delic. bort. 2. t. A. i5.

Blackw. herb. t. 2j.j.

Bulliard herb. t_ 3(j.

Rivin, ord. fl. irrcgul. t. 116.

Erklärung der Platte.

Taf. No.

1. Ein blühender Stengel.

2. Die Befruchtüngswerkzeuge. Sechs Staubbeutel

unter der Narbe angeheftet.

3. Dieselben etwas grülser, wo der Frachtknoten

schon etwas eniwiekelt ist.