Mehrteiliges Werk 
Plantæ medicinales oder Sammlung offizineller Pflanzen
Entstehung
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G riech.

Deutsch.

Frant

Ital.Span.Port.Engl.

Hol].Dan.Seh wed,Poln.Ungar.

Benennungen.

Uv^iB-^y. Diosc. ex Spreng, hist. reiherb, p, 188.

Die Bertramwurzel. Der Bertram. Diespeichelerregende Chamille. Die Zahn-wurzel. Die Speichelwurzel,La camomille pyrethre. Racine sali-vaire.

Pyretro. Pilatro.Pelitre. Pelitro. Hierha saltval.Piretro.

The spanisch camomille. Pellitory ofspain.

Bertram. Tandwortel.Den rette Bertram. Spytteurf.Bertram.

Zebne ziele. Zebownik.Tarkony,

I

Die Pflanze ist in dem südlichem Europa ein-heimisch und wird an einigen Orten in Deutschlandangebaut.

Die Wurzel ist einfach, spindelförmig, flei-schig, mit wenig Wurzelfasern besetzt; sie wird imersten Sommer 6-8 Zoll lang und hat dann ohn-gefähr die Dicke eines Federkiels, in der Folgewird sie rübenförmig und beträchtlich stärker.

Aus ihr kommen mehrere am Crunde nieder-liegende, aufsteigende, 8-12 Zoll hohe, einfache,glatte oder schwach behaarte, einblüthige Stengelhervor. Seltner findet man einen ästigen Stengelmit zwey Blüthen,'

Die Wurzelblätter sind gestielt, die des Sten-gels hingegen sitzend, alle sind doppelt gefiedertmit schmalen, rundlichen, glatten und etwas flei-schigen Fiederblättchen der ersten und zweytenOrdnung.

Die Blumen sind grofs und ansehnlich; dergemeinschaftliche Kelch ist halbkugelförmig, ausdachziegelförmig über einander liegenden lanzettli-chen, mit einem schmalen häutigen Rand umgebe-

nen Blättchen gebildet. Die Strahlenblümchen, diezuweilen fehlen, sind weifs, an der Spitze drey-zähnig, unten röthlich gefärbt. Die Scheibe bestehtaus gelben röhrenförmigen Blüthchen, die etwas längersind als der gemeinschaftliche Kelch. Die Staub-beutel und Pistille sind von derselben Farbe. Dergewölbte Fruchtboden ist mit sehr grofsen an derSpitze erweiterten stumpfen und coneaven Spreu-blättchen bedeckt. Die Achenien (achenia) sindzusammengedrückt, flach, graulich - weifs, an derSpitze breiter und abgestutzt.

Die Wurzel dieser Pflanze, und zwar die dünneeinfache, die sich im ersten Jahre bildet, ist unterdem Namen Bertramwurzel (Radix Pyrethri)officinell; nur sehr selten kommt die dickere ältereWurzel vor. Sie besitzt einen brennend - scharfenGeschmack und erregt reichliche Salivation. DieseWirksamkeit beruht in einem eigenthümlichen Weich-harz, welches mit bitterem Extractivstoff, Inulinund etwas wenigem ätherischen Oel in der Wurzelgefunden wird.

' (N. t, E.)

Abbildungen.

Plenk Icon. plant, med. tab. 621.Lamark Illustr, gen. tab. 683. fig. 4-Miller leon. tab. 38.Black well Herb. tab. 390.Kniphof Cent. 11. n. 6.

Erklärung der Tafel,

1. Die blühende Pflanze mit der Wurzel.

2. Die Würz. I und Wurzelblätter der jungen Pflanze*

3. Ein Strahlblümchen in natürlicher Gröfse,

4. Ein röhrenförmiges Blümchen der Scheibe, ver-

gröfsert.

5. Der Fruchtboden mit den Spreublättchen, in na-

türlicher Gröfse.

6. Ein Scheibenblümchen mit dem Spreublättchen,

eben so.

7. Ein Spreublättchen, vergröfsert.