Mehrteiliges Werk 
Plantæ medicinales oder Sammlung offizineller Pflanzen
Entstehung
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haarigen ßlülhenstielen aus dcnEndspitzen des Sten-gels und der Aeste hervor. Der gemeinschaftlicheKelch Besteht aus dicht übereinander liegendenSchuppen, von denen die innern, an der breiterenSpitze, häutig, weifs und durchscheinend sind. DieSirahlenblümchen sind weifs, an der Spitze drey-zähnig, zurückgebogen und nicht viel länger alsdie gewölbte gelhe Scheibe, Der kegelförmigeFruchtboden ist mit durchsichtigen, an der Spitzestumpfen und auf dem Rücken grünlich gefärbtenund behaarten Spreublättchen (paleae) besetzt. Dielänglichen Achenien (Saamen) sind mit einem klei-nen häutigen Fortsatz gekrönt.

Die Blumen dieser Pflanze werden durch dieCultur in unsern Gärten häufig gefüllt und gewin-nen dadurch ein ganz verschiedenes Ansehen.

Alle Theile haben einen starken angenehmenaromatischen Geruch; man wendet aber nur die Blü-then unter dem Namen Flores Chamomillae ro-m an a e in der Medizin an. Ihr Geschmack ist aroma-tisch und etwas bitter. Ihre nähern Bestandtheile sindbitterer, harziger Extractivstoff, mit Tonin und ei-nem dunkelblauen ätherischen Oel verbunden.

(N. v. E.)

Abbildungen.

Plenk Icon. pl. tab. 619.

Blackwell Herb. tab. 626.

Ludwig. Ectyp. tab. i55.

Kniphof. Cent. 9. n. i3. var. floribus pleni».

Erklärung der Tafel.

i. Die blühende Pflanze mit einfacher Blume.

2. Ein Blatt, ausgebreitet, um die .Gestalt der Fie-

derblättchen zu zeigen.

3. Der gemeinschaftliche Kelch (periclinium.)

4. Ein Strahlblümchen, beyde in natürlicher Gröfse.

5. Ein Scheibenblümchen, vergröfsert«

6. Der Fruchtboden (clinanthium) in natürlicher

Gröfse.

7. Ein Spreublümchen, stark vergröfsert.