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Plantæ medicinales oder Sammlung offizineller Pflanzen
Entstehung
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A, caule procumbente, foliis ovato-lanceolatis, peta-lis serratis, calycis segmentis subulatls . .

A, terrestris ioemina *..»,**»%♦♦

Benennungen:

Griech, o!vxya.?.*it. Hippocr. ex Spreng, Hist, rei,herb. p. 39. 161.

Deutsch, Das gemeine Gauchheil. Rother-nerdarm. Vernunftkraut, Korallenblüm-chen.

Franz, Le mouron ä fleurs rouges, menuetrou-ge. Morgenille.

Ital. Anagallide comune,

Span. Anagalide arvense. Muragues,

Port. Morriaö commum, Herva dos passarin--

hos.

üngl, The red pimpernel. The poor man's

Weather glafs. (D. i. Wetterspiegel, weilihre Blumen bei trockenem Welter sichöffnen, und wenn es regnen will, sichschliefsen.

Ho IL Gemeen Guichelheil.

Dan. Röd Arve. Gaaseheel.

Schwed. Engelsk Pimpinell.

Russ. Kurjälschja noga trawa»

Poln. Korzymor.

Böhm, Kurimor.

Uug. Tyuk-zem,

Diese kleine einjährige, in Deutschland sehrgemeine Pflanze wächst auf Äckern, in Gärten, Wein-bergen und auf Schutthaufen. Sie findet sich auchim ganzen übrigen Europa, und da sie allenthalbenhäufig vorkommt, so wird sie nicht besonders an-gepflanzt.

Die schwachen, niederliegenden Stengel sindglatt, ästig und viereckig; die ZAveige ausgebreitet.

Die kleinen, ungestielten, gegenüberstehenden,cyförmig-lanzettförmigen Blätter sind ganz randig,Stumpf, glatt, umfassend, von lebhaft grüner Farbe,und unten mit schwärzlichen, durchscheinendenPunkten bezeichnet.

Die kleinen, scharlachrothen, langgestielten,radförmigen Blumen stehen einzeln in den Blattwin-keln.

Der einblättrige, bleibende Kelch hat fünf lan-zettförmige Abschnitte, die kürzer sind als die Kro-ne, welche aus einem radförmigen, fünfspaltigenBlumenblatte, ohne Röhre besteht, und dessen Lap-pen etwas gekerbt sind. Die Staub laden sind amGrunde behaart. Der Fruchtknoten ist kugelig; dieNarbe einfach und kopfförmig. Die Frucht bestehtin einer kugeligen, einfächerigen, rund um aufsprin-genden Kapsel, welche viele Saamen enthält.

Decand 11. franc. n. 233o.

Marsch, bieberst, fl. taur. cauc. I. p, i43. n, 35g,

Hörnern, bort. R. h, I. p, 189,

Römer et Schult reg. veg, IV. p, 117,

Hall er. helvet. n, 626.C. Bauh. Pin. p. 2j2.Blackwell herb.Tournef inst. p. i42t

Das Ackergauchheil blüht im Juni bis August,und die Saamen reifen im August und September,Man hat davon Varietäten mit blauen und weifsenBlumen, auch mit drey und vierzähligen Blättern.

Das Kraut (Herba Anagallidis, Gauchheil) istoflizinell.

Eigentlich sollte das Kraut vor dem Blüheneingesammelt werden; indefsen findet es sich oftmit den kleinen Blumen versehen, in den Offizinenvorräthig. Es besitzt einen etwas scharfen, bitter-lichen Geschmack und keinen Geruch.

Zuweilen wird das gemeine Gauchheil mit demHühnerdarm (Alsine media L.), so wie auch mitdem Wassergauchheil (Veronica Anagallis L.) ver-wechselt. Erstere Pflanze hat eyrund -herzförmige,gestielte Blätter, die nicht punktirt, und am Randehaarig sind. Auch ist der etwas behaarte Stengelrund; die Blüthe klein und weifs; der Geschmackkrautartig. Die andere Pflanze hat aufrechte Sten-gel; längliche, lanzettförmige, stark sägeartig ge-zahnte Blätter, und purpur-rölhliche Blumen inTrauben. Überhaupt haben beyde Pflanzen wenigoder gar keine Ähnlichkeit mit dem gemeinen Gauch-heil.

Abb ildungen:

Var, *>.

Plenk icon. pl. med. t. 82.

Sturm, fl, germ. fase. I. 1.

Trattinick tabul. t. 571.

Dreves et Heyne t. 22.

Schkuhr Handb. 1. p. 116, t, 36.

Engl, botany. t. 529.

Curtis fl. Lond. I. t. 12.

Flor. dan. t. 88.

Lam. illustr. t. toi»

Gärtn. d. fr. et sem t. 5o, f. 6.

Blackwell herb. t. 43.

Camerar, epit, 394»Var ß.

Tabernaem. bist. p. 1092.

Camerar. epit. 390,

Erklärung der Platte.

Taf. Nro.

1.

Eine blühende Pflanze,

2,

Die Blumenkrone.

3.

Der Kelch.

4.

Der Saame.