Mehrteiliges Werk 
Plantæ medicinales oder Sammlung offizineller Pflanzen
Entstehung
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üume uusdauei nde PiJanzc wächst in Ostindien iafeuchten Gegenden theils wild, theils angebaut, vor-züglich in China, Cochiuchina, Malacka, Java etc.

Die Wenzel ist dicht, länglieh, knotig und knol-lig, geringelt, etwas ästig, faserig, umgebogen, vonder Dicke eines Fingers, aufsenvon blafsgelber Farbeund inwendig dunkler, insröthliche übergehend. Sietreibt keine Stengel.

Die Blätter (Wurzclblätter) sind fast anderthalbFufslang, glatt, glänzend, breit-lanzettförmig, spit-zig, mit gleich weit von einander abstehenden Aderndurchzogen, ganz ungctheilt und mit langen Stielenversehen, welche am Grunde mit ihren Scheiden siehumgeben, einen Stengel zu bilden scheinen.

Aus der Mitte der Blätter erhebt sich auf einemdünnen Schafte eine dicke, längliche, fast eyförmigeÄehre; welche, dachziegclförmig mit länglichen, spit-zigen etwas zurückgebogenen Schuppen bedeckt, dieweifs-gelblirhen, stiellosen Blumen enthält.

Der Kelch ist einblättrig, röhrig und dreythei-lig. Die Blumenkrone ist einblättrig, trichterförmigund unregelmäfsig. Die Mündung erweitert und vier-theilig ; der untere Lappen (lloniggefäfs) gröfser, drey-theiligund dunkler gefärbt. Der Staubfaden ist kurz,Blumenblattförmig; der Staubbeutel zwcytheilig, amGrunde zweyspornig; der untere Fruchtknoten rund-lich ; der Griffel fadenförmig, von der Länge der Kroneund die Narbe kopfförmig.

Die Frucht ist eine dreyfächerige, rundliche,dünne, dreyklappige, oft unregelmäfsig sich öffnen-de, mehrere, gewöhnlich längliche Saamen enthal-tende Kapsel.

In den Offizinen wird die Wurzel unter den Na-men Kurkumc, Gelbwurz, (Radix Curcumse) aufbe-

wahrt. Die im Handel vorkommende, trockne Wur-zel ist bald länglich, fingersdick, gekrümmt, knotigund geringelt, bald rundlich, birnförmig, knollig ffast von der Gröfse einer welschen Nufs oder auchkleiner, daher die beyden Sorten: lange und rundeKurkumc Sie ist hart, schwer, runzlich, leichtzerbrechlich, aufsen etwas blafs-gelb, inwendig dunkleretwas braun-gelb röthlich, sehr dicht und auf dem Bru-che glänzend. Frisch besitzt sie einen etwas stärkerningwerartigen Geruch und der etwas bitterliche, ge-vi'uzhaftc, ein wenig scharfe Geschmack derselbenbringt im Munde eine angenehme Wärme hervor.Beym Kauen färbt sie den Speichel gelb; auch theiltsie dem Wasser und dein VVeingeiste ihre Farbe mit.Man pflegt diese Wurzeln nach der Blüthenzeit ein-zusammeln.

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Abbildungen:

Plenk leon. pl. med. tab. \.

Flor, du Dicr. des Scienc. med. livr. 38. pl. i43,

Jacquin Hort. Vindob. III. tab. 4-

Black well Herb. tab. 3oG.

Herrn Lugd-bat. tab. 209.

Rheede Hort. Malabar. 2. tab. io.

Erklärung der Platte.

Taf. Nro.

1. Die Wurzel, als der offizinelle TheilderPflanze.

2. Der Stengel mit noch nicht ganz entwikelterBlumen-Ähre.

3. Eine einzelne Blumenähre.

4- Der Umrifs eines einzelnen Blattes.