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Die treulose Liebe und ihre schandhaften Folgen : eine fürchterliche blutige und grausige Morithatsgeschichte zum und zu brüllen ; [Malkasen, Novemberfest in der Tonhalle 1899]
Entstehung
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Die treulose Aebe

und ihre

schandhaften Lolgen.

Line fürchterlich blutige und grausige Msrithatsgefchichte

zum und zu brüllen.

Rn ein hochwohllöbliches Publikum geht die höfliche Bitte,erst nach Schlusi der Lieder zu lachen, da sonst der ganze Unall-effect zum Deuwel geht, und steht es daher in der Nacht der HerrenDeclamatoren, durch einen feierlich-ernsten und würdigen, derschaurig - traurigen Stimmung angemessenen Pathos etwaigenvoreiligen Lachkrämpfen eines hochwohll. Publikums vorzubeugen.

Die Msrithirterei.

(Zeit: Anno Tobak v. Lhr.)

Ls hat die Lieb' mal wieder

'ne Norithut erzeugt

Und einem edlen Junker G

Die Wange früh gebleucht.

Lr hieß mit Namen: Tuido,

Sie aber: Adelgund. . .

Nun war er jüngst mit UecknißBei ihro angelungt.

Sie ging des Wegs spazierenDurch eine Baumallee, .

Und dachte so im InnernWas jetzo wohl gescheh'.-

Lieh! plötzlich galoppiretKam er an sie heran. . . .

Das Wetter war so scheene.

Denn Helle schien die Lann'.

Nun thät er Treue schwürenKür ewig-lange Zeit. . . .

Lie trug dabei ein rothesUnd himmelblaues Uleid.-

Doch wollt' von ihm Nichts wissenDie schöne Adelgund, - —

Warf zu ihm grimm'ge BlickeMt beiden Augen und

Der edle Junker TuidoLrstak sich drus gar sehr. ...

Lein rothes Blut, es spritzteLmpor und rings umher.-

Und als nun war verübetDie Norithuterei,

Da war (auf daß Ihr's wisset)

Die Liebe halt — vorbei. — —

von einem Dichter.

lW. Die jahrelange, vielleicht auch Jahrzehnte oder Jahr-hunderte lange Trauer der schönen Adelgund konnte wegen Zeit-,Raum- und Geistesmangel leider hier nicht wiedergegeben werden,ist aber wahr und aufrichtig und je nach Bedarf mit oder

»hne Msndfchein zu denken.