Druckschrift 
11 Düsseldorfer Karnevals-Lieder für das Jahr 1838
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 

1t

^ 8 .

Melodie: Am Rhein, am Rhein, da wachsen unsre Reden

1 .

Die Klugen sitzen nicht so froh beisammen,

Wie wir beim Karneval.

Denn sie durchglühen nicht der Frohsinns FlammenAuch nicht beim reichsten Mahl.

2 .

Und trinken sie auch feurigen Burgunder,

Das kann sie nicht erfreu'»;

Doch wir in unsrem Kreis sind froh und munterBeim ächten tcntschen Wein.

3 .

Sic schlürfen Thec in ihren Abendstunden,

Der ihren Muth erschlafft;

Sie haben nicht der Weisen Stein gefunden,

2m Wein nur liegt die Kraft.

4 .

Drum wollen wir der ganzen Welt beweisen.

Wie klug wir Narren all,

Des Weines Güte laßt uns jubelnd preisen,

Beim schäumenden Pokal.

5 .

Er giebt uns Freude, macht uns frohe Stunden,Wie uns Gott Lsoehu» lchr't,

Er, der zuerst den Feuertrank erfuuden,

Der unsre Freuden mehr't.

Ü.

Drum sctz't euch nieder, und aus jedem MundeErschalle ihm ein Lied,

Laßt unsre Becher gehen in die Runde,

Weil noch die Rebe blühst.

7 .

Glaubt's nur, von Anbeginn der Welt so hatten,Die Narrcn's all' gemacht;

Drum seien volle Gläser ihren SchattenBon uns jetzt dargebracht.

L.