Vorerinnerung.sie allen nöthigen Scharfsinn auf die Ent-deckung der Ursachen eines verwickelten Uebelswenden können. Der Kranke der den Arztberufen hat, will und kann aber öfters nichtwarten bis der Arzt seine zerstreute Gedan-ken oder verflogene Kräfte wieder gesammlethat. Er muß gleich fragen, untersuchen,verordnen, und es giebt doch Fälle, wo einStrich mehr oder weniger in der Vorschriftdes Arztes, Leben und Tod entscheidet. Wiesehr wäre dann nicht für's Wohl des ge-meinen Wesens zu wünschen, daß Einigkeitund allgemeiner Rettungstrieb, und nicht Ei-gennutz und Neid die Aerzte und Wund-ärzte so oft beseelte. Wie groß ist nicht der-selben Pflicht, darnach zu trachten, damit siemit vereinigten Kräften die dem gebrechlichenMenschen zustossende Uebel bestreiten kön-nen. Auch erhellet hieraus die Pflicht derAerzte, nie nach einer gar zu sehr ausgebrei-teten Praxis zu trachten, sondern so viel esschicklich ist und sich thun läßt, die Zahl derKranken, welcher Besorgung sie übernehmen,mit ihren Kräften abzumessen und selbige inein so viel mögliches gleiches Verhältniß zusetzen. Der Arzt ist ja nicht in der Weltum viele Recepten zu schreiben, sondern Krank-heiten und derselben Ursachen zu untersuchenund so viel möglich zu genesen; der Lei-denden Schmerzen zu lindern, sie zu trösten.Dieß ist die erhabene Bestimmung des Arztes.Eini-D
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Patriotische Vorschläge zur Verbesserung der Medicinal-Anstalten hauptsächlch der Wundarznei und Hebammenkunst auf dem platten Lande
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