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Historia Juris Civilis Juliacensium et Montensium : Opus omnibus, qui in Judiciis Ducatuum Juliae & Montium Causas agunt & Jus dicunt, apprime utile & necessarium
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36
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Cap. Von Gifften 102. §. Was künfftige Eheleut rc. ibi. Die Gifften aber /so der Ehemann seiner ehelicher Haußfrawen / und hinwiederumb die Haußfraw ih-rem Ehemann stehender Ehe in elterlichen anererbten Erbgüteren thun / werden nachaltem hergebrachtem gebrauch untuglich gehalten.Haec enim & similia cùm realia & in rem concepta sint, obligant etiam fo-renses quoad bona in Ducat. Jul. & Montium sita.Angehörigen und Verwandten. His verbis videntur comprehendi Schutz-und Schirms angehörige und Verwandten. Mager. de Advocat. armat. cap. 2.num. 187. & capite 10 numero 201. ubi & Judaeos ait esse Schirms verwandten & statutis locorum ligari, sive favorabilia sint, sive odiosa, de quo late Card.Tusch. in verb. Judaei, conclus. 369. & 377.Nachdem die tägliche erfahrung bezeugt experientia enim est rerum omniumefficax magistra. cap. quam sit 3. de Elect. & elect. potest. in 6. & praestat rerumcognitionem l. 2. Cod. ut in poß. leg. unde experto creditur in arte sua. leg. certijuris 17. Cod. de judiciis.Daß an den Haupt= und Undergerichteren beyder unser Fürstenthumben Gülichund Berg Forum competens, ut inquit Frideric. Hiltrop. in processu judicia-rio, part. 1. tit. 2. num. 113. aliud est inferius, das Undergericht / aliud subal-ternum, quod vulgò Hauptgericht vocamus, aliud superius, quale apud nos estAulicum Judicium; das Gülich= und Bergische Hoffgericht / de duobus priori-bus hîc & passim in ordinatione fit mentio, de processu autem coram DominisCommissariis aulici judicii tam in causis simplicis querelæ, quàm appellatio-num ritè legitimeq́ue obſervando extat peculiaris Ordinatio JOANNIS WILHELMI Jul. Cliv. & Mont. Ducis &c. cujus inscriptio sive titulus hîc subnectitur:Des Durchleuchtigen Hochgebornen Fürsten und Herrn / Herrn Johans Wil-helmen Hertzogen zu Gülich / Cleve und Berg / Graffen zu der Marck / Ravensberg und Mörß / Herrn zu Ravenstein rc. Ordnung des gerichtlichen Proceß / wiederselb für Ihrer Fürstl. Gnaden Rähten und verordneten Commissarien zu Düs-seldorff in Sachen auß den Fürstenthumben Gülich und Berg / auch GraffschafftRavensberg und darzu gehörigen Landen gebieten / und was sonsten von alters den-selben anklebet / herkommen / zu halten.In textu ibi. Allerley mißbräuch / deren etliche gemeinen beschriebenen Rechtenetliche auch der natürlichen ehrbar= und billigkeit ungemäß und zuwider eingerissen.confer huc cap. 39. in verbis: Nachdem die tägliche erfahrung bezeugt / wie vieltind mancherley böser / schädlicher und irriger Mißbräuch / so wol durch unordentli-chen Proceß des Rechten / als auch nichtig- und unrichtigkeit der Urtheilen biß anhero in übung gewesen / dardurch rc.Exempla autem horum abusuum passim occurrunt in Ordinatione, nimi-rum Cap. Von Vorsprecheren 12. his verbis: Nachdem den gemeinen beschriebe-nen Rechten / auch der redlichkeit strack zuwider wäre / daß einer auß den Scheffen /wie bißher an etlichen Orteren gebräuchlich gewest / erfordert werden solte / der Par-theyen das Wort zu thun / oder zu rahten / und also Richter und Vorsprecher zu seyn 2c.Cap. Von Beweisung der gethanen Klag 24. §. Und nachdem auch an vielen Under-gerichteren dieser brauch eingerissen / daß die Scheffen die OriginalBrieff und Sie-gel / und andere schrifftliche Uhrkund / daran den Partheyen groß und viel gelegen /hinder sich behalten / und aber sich zutragen könte / daß solche Brieff und andereSchrifften durch versaum oder unglück verloren rc. Cap. Von Beweisung durchlebendige Kunden 25. in verbis: Es soll aber hinfürter Kläger und Beklagter je ei-ner