Anhang III. Statuten der Veitsbruderschaft. 267
maticos et qui alicui ex domino nostro successorürasque predictis
rebellcs fuerint pro viribus persequar et impugnabo.') Sic nieDens adiuvct et hec sancta Dei evangelia.
III.5 Statuten der St. Veitsbruderschaft der Verweser und Vikare.
Es bedarf wohl keiner Rechtfertigung, wenn wir im Anhangauch den Statuten der unter Propst Albrecht 1. im Jahre 1481gegründeten Bruderschaft der niederen Stiftsgeistlichkeit (St. Veits-bruderschaft) eine Stelle gewähren.
10 Das Bruderschaftsbuch (Matricola s. Viti) befindet
sich in der Registratur der katholischen Stadtpfarrsteile Ellwangen;es ist ein Band von 108 Bl. Pergament in Kleinfolio mit Holz-deckel und Einträgen von 1481 bis in den Anfang des 19. Jahr-hunderts herab. Titel: Matricola beate Fraternitatis b. [durchstrichen:
15 S.y Viti ecclesie provisoruin et Vieariorum in Elwangen. Inhalt:Calcndarium (hier sind die Jahrtage kurz verzeichnet); Dcbita et
') Obiae Eidesformel stimmt mit dem im Pontificale Romanum ent-haltenen Obedienzeid der Bischöfe und exenden Ibte jener Zeit völligiiberein nur dass die Verpflichtung zur visitatio liminum es. apostolorumund zur Teilnahme an römischen Synoden fehlt. Wie der Bischofseid, soerfuhr auch der Eid der lillwanger Pröpste im Lauf der Zeit Erweiterungen,die hauptsächlich der Vcritusserung des Kirchenvermögens vorbeugen sollten.So enthalt die forma iuramenti für Propst Ludwig Anton vom ./. 1690(Orig.Pera. in Fasz. 25) am Schluss vor der Beteuerungsformel den Zusatz:Possession.es vero ad dignitatem meam pertinentes nun vendam nequedonabo neque impignorabo neque de novo infeudabo neque aliquo modo alienabo,etiam cum consensu capituli et ecclesie, inconsulto Romano pontifice et eonsti-tutionem super prolübitione investiturarum bonorum iurisdictionaliuni ad ecclesiasinferiores speetantium de anno Domini millesimo sexcentesimo vigcsimo quintoeditam Bervabo. Die Einholung des päpstlichen Konsenses zu allen Veriiusse-runqen von kirchlichen Immobilien und wertvollen Mobilien verlangten diePäpste seit Paul IL (1468) unter der Strafe der exeommunicaiio nemini reser.vata (vgl. Sägmüller KB. S. 877ff.), konnten aber in Deutschland damitnicht recht durchdringen, weshalb dieses Verbot immer wieder aufs neueeingeschärft wurde, so für Fulda in den Visitationsdekreten der päpstlichenNuntien Petr.Al. Carafa 1627 Kap. 5!) (Richter, Statuta ecclesie FuldensisS. 42) und Bussi 1710 Kap. 18 (mit genauer Erläuterung des Verbotes:Lichter a. a. 0. S. 84). Die alten Ellwanger Stiftsstatuten verlangten blossden Konsens des Kapitels (Kap. 4, oben S. 94).