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Die Umwandlung des Benediktinerklosters Ellwangen in ein weltliches Chorherrenstift (1460) und die kirchliche Verfassung des Stifts : Texte und Darstellung
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218 XJU.V. Vierte Vervveserei. Reduzierung iler Vikaoriate.

Zeugen: Vitus Goldstainer artiutn liberalium magister sub-custos und Joannes Baidung collegiate ecclesie Elephangensisvicarii perpetui.

Notar: Benignus Schick, Priester Augsburger Bistum*.

Datum: Anno a nativitate Dotnini MDXXXVIII, indictione Bundeeima, pontificatus sanetissimi in Christo patris et doniini nostridoinini Pauli divina Providentia pape tertii anno quarto, die vero

Veneria duodeeima mensis Aprilis,.....hora circiter nona ante

meridiem.

2. Reduzierung der Chorvi kariate 1542. 10

Um dem Mangel an Geistlichen und, deren oftmaligem Wechselvorzubeugen, stellte das Kapitel am 16. Dezember 1542 an diefürstlichen Räte den Antrag, das furoliin dye pt'arrlierrn uff demland und alle personen so uff den chor unbenommen werden etlichejar bei iren pfarren und pfrenden zu beleihen versehreibung geben. 1 ) 15Der Antrag wurde angenommen und, durchgeführt}) Doch mussteman noch auf andere Mittel und Wege sinnen, um die notwendigenGeistlichen von auswärts zu bekommen.

Bereits in der Kapitelssitzung vom 13. Mai 1541 hatte derDechant in Gegenwart der fürstlichen Räte, des Stadtvogts und 20Kanzlers, angezeigt,dass sich ein grosser Mangel an den Personendes Chors zutragen wolle, also dass zu besorgen sei, dass die Stif-tungen nicht versehen werden mögen und auch andere Personen vondem Stift zu stellen verursacht werden möchten," und die Rätegebeten, auf Mittel und Wege zu gedenken, damit der Chor erhalten 26werden möge. Letztere antworteten, sie wollen gern raten, was demStift zu Ehren und Wohlfahrt gereichen möchte; sie wüssten jedochkein anderes Mittel als Addition und Aufbesserung der Pfründen.*)

Das war in der Tat das einzige Mittel, der fortwährendenFlucht der Geistlichen abzuhelfen und brauchbare Priester von aus- 30ivärts zu bekommen. Im Spätherbst des folgenden Jahres (1542Oktober 29 und November G) kam daher das Kapitel auf den obigenVorschlag zurück und beantragte, dass man etliche vicariat vaeierenliesse und die den personen desz chors cintailte, damit sie williger

') Kez. II Fol. 255 » .

2 ) Zum Teil schon früher; so wurde der Stiftsprediger .schon 1525 auf 6(später auf 8) Jahre angestellt, vgl. WVjh. VMS S. 283. Aber die Anordnunghatte wenig Frfolg.

) Tiez. II Fol 220.