XXII. Revers Heinrichs. Lutherisch Eid. 195
continens manu mea scriptum exinde confeci, una cum connotariosubseripsi, publieavi et in lianc publieam formam redegi signoque,nomine et cognomine meis solitis et consuetis signavi in fidem ettestimonium omnium et singulorum specialiter rogatus et requisitus.5 Dominus Michael üoderrus (?)"> notarius 1 ) hie subscripsit
mutatis mutandis.
XXII.
Reversbrief des Propsts Pfalrgraf Heinrich. 1524 Februar 24. —Der sog. Lutherisch Eid [1525].
10 Durch die Nördlinger Abmachung vom 20. September 1522 war
nach mehr als einjährigem Streit 2 ) eine Verständigung zwischendem neuen, vom Papst ernannten Propst Heinrich, Pfalzgraf beiRhein und Herzog in Bayern, und dem Stiftskapitel, das vergeblichmit allen ihm zu Gebot stehenden Mitteln sein Wahlrecht zu bchaup-
!5 ten gesucht hatte, angebahnt worden.-'') Am 11. November 1522 kamdann Philipp von Rechberg von Hohenrechberg, Domdechant zu Augs-burg, 4 ) mit dem Dechant und etlichen vom Kapitel des Stifts zu PropstHeinrich zu weiteren Verhandlungen gen Ellwangen, „der Meinung, aufden Abschied zu Nördlingen sich freundlich mit ihm zu vertragen." Da
20 traf, so schreibt Heinrich an seinen Rat Dr. Lucas Hugonis, „vonungeverde" auf denselben Tag auch der Bischof von Sirassburg,Wilhelm (III.) Graf von Ilohnstein (1506—1541), der zum Reichs-tag nach Nürnberg reiste, in Ellwangen ein, worauf letzterer undder Domdechant „sich dermassen geßissen, das sie uns mit Dechant
25 und Capittcl uff die Artikel vom (Schwäbischen) Bund (ge)geben B )
a) Lesung der letzte» Silbe zweifelhaft.
') Michael Doder, erster Inhaber der 1501 von ihm selbst gestiftetenot. Annavikarie („Bürgerpfründ").
') Vgl. J. A. Giefel, Streit um die geforstete Propstei Ellwangen imZeitalter der Reformation (nach den Akten des StA.), in WVjh. 1884 S. 170&W 17f, und 241—253: das von Obser in WVjh. 1904 S. 305-318 veröffent-lichte Spruclujcdicht und die oben S. 176" beschriebenen Druckschriften desKapitels und des alten Propsts.
s ) Giefel a. a. 0. S. 251 f.
') Über ihn vgl. WVjh. 1908 S. 189.
') Der Schwäbische Bund, in dem Streit um die Propslei die Haupt-xtütze des Stiftskapitels, hatte in dessen Namen im September 1522 in Nörd-lingen die Unterhandlungen mit dem Pfalzgrafen geführt. Giefel a. a. 0.' s '- 251 f.