VI. Korrespondenz zwischen Elhvnngen n. Dilling-en. 25
Fürstabts — an den „gnädigen Herrn von Ellwangen" (Abt Johann)geneidet, -wurde in Dillingen an einem nicht näher bezeichnetenMontag nachmittag» 4 Uhr in aller Eile (dat. festinantcr feria 2 anora quarta) geschrieben; die Antwort von Ellwangen wurde bis5 Dienstag Nacht oder Mittwoch früh zurückerwartet. Terminus postquem ist der 23. Februar, da die geheime Tädigung von diesem Tagdem Kardinal bekannt war; terminus ante quem ist der 2. April, der Tagdes provisorischen Vollzugs der Säkularisation (die bezüglichen Urkun-den wurden erst geraume Zeit später ausgefertigt). Da im Eingang des
lü einen sehr intimen Einblick in die Unterhandlungen gewährendenSchreibens gesagt wird, dass der Kardinal die Absicht ausgesprochenhabe, schon am folgenden Tag (Dienstag) die Kutten abzunehmen,and in Anbetracht der grossen Eile des Briefschreibers darf alsziemlich sicher angenommen werden, dass das Schreiben am Montag den
15 U. März nachmittags von Dillingen nach Ellwangen abging. Indiesem Fall wurde die Tädigung, welche die ganze, Sache zumScheitern zu bringen drohte, sofort von Abt und Konvent zurück-genommen, sodass dem alsbaldigen Vollzug der Umwandlung (amMittwoch den 2. April zur Zeit der Non d. h. in den späteren Stunden des
20 Vormittags) kein Hindernis mehr im Weg stand. — Nr. 3, Schreiben desPropsts, Dekans und Kapitels des Stifts Ellwangen an den Kardinal vomoO. April; Bitte, die Briefe über die am 2. April vollzogene Um-wandlung fertigen zu lassen, die Statuten aufzurichten und die Sachezum Abschluss zu bringen. — Nr. 4, Schreiben des Kardinals auPropst und Kapitel in Ellwangen; die „Briefe," der sog. Processus,smd noch nicht ausgestellt; Aufforderung, die letzten Anstände zubeseitigen; d. Dillingen 1460 Mai 22.
Ha n d s c h r ift e n. Nr. 1 liegt in zweifacher, beidesmal unvoll-Ztändiger, undatierter und unbeglaubigter Ausfertigung vor: 1 Stück* apier, möglicherweise ein Bruchstück des Originals und geschriebenr >on der Hand des Sekretärs Albert Stromair (?), in Fasz. 218,und eine gleichzeitige Abschrift in Fasz. 221 bei „Bruchstücke einerdeutschen Übersetzung der alten Statuten." Für den Druck wurden
g _ beide, teilweise schwer zu entziffernde, bis auf unbedeutende ortho-0 graphische Differenzen völlig übereinstimmende Hss. benützt. —Nr. 2, Original, Petschaft abgefallen, 1 Blatt Papier; Fasz. 220.~~ Nr. 3, ohne Beglaubigung, stark durchkorrigiertes Konzept;Fasz. 218. — Nr. 4, Original, 1 Blatt Papier in 'Folio, Petschaftfast ganz abgefallen, vom Schreiber geschrieben; in der Sammlung
40 des Ellwanger Gcschichls- und Altertumsvereins.