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Die Umwandlung des Benediktinerklosters Ellwangen in ein weltliches Chorherrenstift (1460) und die kirchliche Verfassung des Stifts : Texte und Darstellung
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14 III. Bestellung eines Prokurators 1459 Dez. 26.

Notar: Johannes Baidung, clericus Augustensis dioc, publicusimperiali auctoritatc notarius.

Zeugen: prescntibus ibidem honorabilibus et discretis virisCarolo Truchsassen alio nomine Graner et Johanne de Ahelfingenarmigeris, Alberto et Georio Stromair testibus ad premissa vocatispariter et rogatis.

gewendet (Biber lugubris c. 4 hei Busaeus, Triih. Opera pia p. 822), ist ohneGewähr. Welchen Zwecken die aufzunehmende Geldsumme dienen sollte,besagt die Urkunde deutlich genug (der in 0AEllwangen S. 451 gewählteAusdruck;zum Zweck der Setreibung der Sache", der den Gedanken an einebeabsichtigte Bestechung der Kurie nahelegen könnte, wird, weil missverständ-lich, besser vermieden). Abt Johann musste damit rechnen, dass er aus Anlassder Umwandlung und seiner Umsetzung als Propst von der apostolischenKammer zur abermaligen Bezahlung der Annaten, an deren Stelle übrigensmeist eine sog. Komposition trat, verpflichtet wurde. Wenn auch Bd. II derWürtt. Geschichtsquellen (Würitembergisc/ies aus llömischen Archiven") keinenAufschluss darüber bietet, so ist doch an gänzlichen Erlass descommuneservitium" kaum zu, denken. Dasselbe betrug für das Kloster Ellwangen, daszu den sog. Konsistorialabteien zählte, im 15. Jahrhundert 600 Goldgulden.vgl. die übrigens sehr verderbte,kurz vor oder nach dem Jahre 1460" entstan-dene römische Annaten- und Taxrolle in Döllingers Beiträgen zur politisclienkirchlichen und Kulturgeschichte der sechs letzten Jahrhunderte II (1863) 1 bis206. Daselbst S. 27 finden sich die folgenden, sehr fehlerhaften Einträge:Augustensis Prov. Tharantasiensis [vielmehr Augsburg, Provinz Mainz] fl. 800alias 1300. Viti in helgan O.S.B. in Alemannia [offenbar Ellwangen] fl. 300Elwacens. ordinis fl. 600. Ellwangen ist also doppelt und mit sehr verschiede-nem Ansatz aufgeführt. Der zweite Ansatz ist der richtige, wie folgenderAuszug aus den Libri obligat, pro servitüs 1447 55, 158 zeigt: 1452 Dezem-ber 16. Johann von Hürnheim, Abt zu Ellwangen, verpflichtet sich, derapostolischen Kammer und dem Kardinalskolleg für sein commune ser-vitium 600 G oldg ulden, zu welchen sein Kloster geschätzt ist,und 5 minuta servitia consueta in 2 Hälften nach je 6 Monaten zu bezahlen.Über die Zahlung wird bemerkt, dass Hürnheim am 18. April 1453 eineAbscldagszahlung von WO fl. machte und am 26. April desselben Jahres einenNachlass von nicht angegebener Höhe erhielt (habuit super dicto monasteriounam bullam relevationis, surreeiionis cum cassatione et extinetione communiscurie et citationis"): WGQu. II, 506 Nr. 76. Propst Albrecht von Rechbergbezahlte am 12. Februar 1461 pro totali et integra solucione annale als Kompo-sition 530 Kammerg oldg ulden (WVjh. 1!)08, S. 160 f. Anm. 3).