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Die Umwandlung des Benediktinerklosters Ellwangen in ein weltliches Chorherrenstift (1460) und die kirchliche Verfassung des Stifts : Texte und Darstellung
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II. Beschreibung des Gotteshauses [1459'?] 7

Und wenn daz wirdt, daz man die gehaben mög und schickenwöll, daz wollcnt ir meim herren von Wirtenberg und auch meimherren von Elwangen eigentlich schriben, uff weihen tag und woman zu in schicken soll.

Ir wöllent auch mein herren von Elwangen wissen lassen,wie er sie einpfahcn und halten söl.

Und ob es sich vertzüg, biss solang als der tag zu Stutgartensein solt, so soll man denselben tag crlengern, daz ie die visitacionmög vorgan.

II.

Beschreibung der Beschaffenheit des Gotteshauses Ellwangen und

Bitte an den Papst um Umwandlung der Abtei in ein weltliches

Chorherrnstift [1459?].

Diese wichtige Beschreibung, die Begründung des Gesuchs

16 um Säkularisation, liegt in Fasz, 217 in doppelter Ausfertigung

vor: 1. teilweise stark durchkorrigiertes erstes Konzept, 3 Bogen

Papier (zit. als A); 2. eine unbeglaubigte Kopie (oder letztes

Konzept), 2 Bogen Papier (zit. als B). Beide Handschriften

stammen der Schrift nach aus der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts

20 und sind zweifellos der Abfassung der Beschreibung selbst gleichzeitig.

Die Beschreibung war als Instruktion für den Abgesandten

des Klosters oder dessen Unterhändler an der Kurie bestimmt und

bildete die Vorlage für die in lateinischer Sprache einzureichende

Supplik an den Papst.

Die Beschreibung ist in beiden Handschriften ohne Orts- und

Zeitangabe. Dass sie in Ellwangen entstanden ist und offiziellen

Uiarakter hat, verrät der Inhalt jedoch zur Genüge. Als Zeit der

Abfassung kommt wohl nur das Jahr 1459 in Betracht; ob sie erst

dem am 26. Dezember genannten Jahres aufgestellten Gesandten

' des Abts und Konvents (s. Nr. 111) mitgegeben wurde oder schon

einige Zeit vorher an die Kurie (nach Mantua) abging, lässt sich

nicht ausmachen. Ich setze deshalb dieses Stück an die erste Stelle.

Es ist bisher nicht gedruckt, wohl aber seinerzeit (1886) von

35 W a l i/ Ü 0bemmtsbesch reibung (vgl. S. 450*) und von

'' n'j r, 1 M SeiHen Artikd »EUwangen« im Kirchenlexikonlid. 1\ (vgl. Sp. 419) benützt worden.