L148 RÄN. Ka^s Maf.rm d dero hohe n Allürken
^ilner seine Treu gegen dem Durch!. Hauß Ocherreich in der letztemBelagerung B'santz allzudeutlich zu erkennen gegeben : So würdeman ihm auch wegen der getreuen Dienste / die er nunmehw in die 1i.Monat / Ihr. Durch!, von Banden erwiesen / ohne eir.igeGnad undBarmhertzigkeit mißhandeln : es wäregantz klar und offcnbahr / daßLeit der Abreiß des Lourriers nach Pariß / man nur deßwegen etwasLufft gelassen/damit man Zeit gewinne/mit desto besswer Gelegenheitzu plündern / und den hierüber geschöpfften Schmertzrn desto meh-rers zu vergröffnn / weil man genöthiger und gezwungen/ diesen Jam»mer und Elend mit eignen Augen anzusehen.
Endlich bewilligte Jhr.Durchl. daß?, ttippolyms aufseineSi«cherheit gedencken möchte / so/ daß er den Li. von ihr wegreist?. DiesesTag wurden die Stadt - Mauren niedergeriffen / das Stadlein Stri-bach in Brand gesteckt/die Flecken Bill / midRastatt/ sambt allenDörssern am Rhein eingeaschert. Der Herr Low renvnux.derSohndes^ons.Louvois ließ die Schallmcyen vor das Schloß kommen /und solche vor den Ohren Ihr. Durch!, in Ihrer höchsten Betrübnüßaufspielen / als aber er demselben Trübsal spotten/und ein Vorspiel:DLr^rageLch dis er folgenden Morgen aufsähren würde / verstellenwollte.
Den r4sten Dito/ setzte endlich der Obrist- Lieutenant von kions.pinsonell Dragoner, Regiment / diese grausam« Lxscucion in derStadt und Schloß Baaben ins Werck: Md. dcunit er Ihr. Durch-leucht alle Hoffnung wegen Zuruckkunfft deroLourriers vonParißbenehmen/ und sie zwingen möchte / sich eiligst aus dem Schloß zuflüchten / machte er den Anfang dieses grausamen Brands/ früh Mor-Aends um 6. Uhren / an demherriichen Frauen - Cioster des Heil. Gra-des / welches Jhr-Durchl.zu sonderbahrer Vergnügung ihrer Seelen/und dermaleinst darinnen Ihre Ruh - Statte zu haben / bauen lassen;Sie war kaum aus dem Schloß entwichen/so war solches gleichfalls inLen Brand gesteckt.
Nach diesem muste das herrliche und prächtige Lollegmm der?!'-'Jesuiten folgen / wordey sie d^n Anfang in der Kirchen an denen Altä-ren , in der Sacriftey / und in denen Kellern machten/ allwohin die ?k'.all ihr Bestes geflüchtet hatten. Nachgehends ward auch die Mord-brennerische Hand an die grosse Domm-Kirche ge leget; und damit dasFeuer auch ohnfehlbarlich / das hohe Gewökb ergrnffen möchte/ habenße die Kirche mit Kalch beschüttet/ und alle Stühle und BanckeindieHöhe auseinander MM/ NN einen grossen brennenden Scheiter-