Druckschrift 
Vierdter Theil (1690) Darinnen nicht nur die Fortsetzung des Kriegs wider die Ottomannische Pforte, sondern auch die Ursachen des neu-angeflammten Kriegs mit Frankreich ... abgeschildert ...
Entstehung
Seite
808
Einzelbild herunterladen
 

-« 8 Röm.'-serl. tNasest. und de ro hohen Alliieren

Hoffnung/daßverstlbesicherweichen/und wo nicht zuAufhebung/doch

wenigsten zu Linderung bewegen lassen würde/ auch kamen sogleichhiernächst etliche 20. der sürnehmsten Burger / weiln das Süchten überRhein so hoch verbotten/ihnen zu erlauben/ daß ihrige nur auf dieWörd im Rhein zu bringen/ allein es ward ihnen alles rund abgeschla-gen / und aus Besorgung eines Ubersatzes über den Rhein / dieFghrrzeuge klein und groß/ desto enger eingeschlossen.

Folgenden Tag kamen zwar viel Karren und Wagen in devStadt an/ wurden aber denen Bürgern nicht zu theil / sondern vonden Franzosen zu Abführung der vorrathigen Früchte / Meel / Weinund Munition samtnndern Bagage angewiesen. Inzwischen mar-chirte die b'ßherige Reuterey aus der Stadt und blieb das RegimentDragoner unter dem Jeysonell / hergegen kam das DauphmischeRegiment/ zu Pferd/samt einemCurassirer Regiment / welche nachWohlgefallen sich sechsten einquartierten/ auch mujien hiebey diearmseelige Einwohner mit weinenden und Thränen-vollen Augen ih-re Mordbrenner/ welche mehr denen schwartz-höllischen Plag-Gei-stern alSMenschen ähnlich/in etlichen Compagnien Grenadirern ein-ziehen sehen.

Man r-ingt Alls Menschen nun in Hoffnung der Dom und Bsschoffliche Hof/

(Achten nicht allein eine Wacht vor dem Dom zur Sicherheit des,q>ossi,Hen hjnemgesiüchteten Gutsgestellet/ sondern auch Jh. Fürst!. Gnadendem Herrn Bischoffvon dem Marschall deDuras mittelst mehrmah,ligen schrifftlichen Versicherungen erlaubt/ diegnugfame Veranstal-tung zu Feusrlöschen mit Beyschaffung des Wassers / der Feuer-Spritzen / Eymern und Leytern rc. zu machen / wann etwcm dasFeuer zu nahe / an dero Restdentz kommen sollte/ wie ingleichen an de-ro Kirchen und Keller/ auch was in Gewölber saivirt worden/) wür,den sicher bleiben/schleppeten das meiste Gutdahinem/nahmm sovielals sie fortbringen konnten mit sich / und zogen in höchster Betrübnißaus/ das ihrige mitdem Rücken ansehende / viel sind darauf aus denenStraffen gepirmdert und geraubt worden / so war auch alles auf de-nen Gassen unsicher/und dorfften sich die wenigsten in Hausern mehrsehen lassen/ als worinnen der Soldat denMister spielte:

FrsnMW. Nach einigen Tagen / kam gegen alles vermuthen und gegebeneVarole ^ vielfältige Parole die Ordre/ daß des Bischofflichen Hofs und derwird aber. Kirche so wenig / als anderer Häuser mit dem Brand verschont wer-"AkUHt den könnte/ und sollte männiglich bas seine heraus in das Nonnen-sty-tttm. Auster jn ^e Vorstadt bringen. Darauf das Eiend der armen

Leute/