Tr ium p h-leuchtender Rriecss Helm.VierdterTheil. 661
zu lassen / unddero Mcynungen darüber zu vernehmen/ welche bey-de dann durch Erpresse nach Adrianopel beruffen wurden.
Nach dieser beyden Ankunfft fanden endlich die Frantzösisck-un- FrantzSfl.chrrstliche Verstellungen bey dem Türckischen Hoffein solches Gehör/ iHe Anrepdaß derKrieg forkzu setzen geschloffen worden weil; aber das ^Lrsrium tzungenziemlich er schöpfst / und man sich noch zur Zeit nicht dorffte vernehmen beylassen/denKrieg sortzuführen/noch viel weniger das Geld aufzuneh- schensä"men; so erdachte man endlich dieses dieGemeine zu bereden/ daß/wann statt. ^die Pforte einen vortheilhafftsn Frieden haben wolle / nokhwendig ei-ne considerable Armee müste ins Feld gestellt werden / wodurch als-dann der Kaiser bey diesen gegenwärtigen Conjuncturen/ worinn die vis,-..,«,»Christen jetzt mit Franckreich stünden/ würde bewogen werden/ der sa-laa daßPforte einen schleunigen Frieden zu ertheilen; weil aber solches ohne der Pöbelgrosses Grld nicht geschehen konnte / so muste auffjeden Christen ia denund Juden im gantzen Reich eine Kopf-Steuer von 25. Reichsthl. Krieg wil,und denen Türcken eine Auflag auf die Schorstein gemacht werden; ''srn möch.undzwang Man dieJuden am ersten ihre Auflage zu bezahlen/ bey de- 'nenChristen aber undTürcken traute man noch nicht/solches/ausBey-sorg einerAufruhr/ einzutreiben;über das ward auch derKeslarAgastimFeauenZimer erwürgt/und dessen Güter/die sich hoch beließen/ ein-gezogen / damit man auch auf solche Weise / zu Geld kommen möchte.
Indessen setzte man dieKriegs-Berachscblagungen mit demTar-tarChamFranzöstschcn Abgesandten undTeckely (einen schönenDrey,ling) fleisslg fort / welche dann endlich schlüssig worden / daß der Tar- ^ely undtar-Cham zOOOv. Mann dem Gwß-Vezier in Ungarn zuschickten/ FrauM,und mit zoooo. Mann Siebenbürgen anfallen solle / da dann der schEifan»Teckely mit Hülff der Tartarn und Türcken disseits Siebenbürgen "esmd beydas Seinige verrichten könnte / als wodurch die Kaiser!, aus denenQuartieren gejagt / Siebenbürgen wieder unter des Groß - Türcken Kriegs.Schutz gebracht/'der Paffin Qber-Hungarn eröffnet / und die darinn Rath,ligende Türckische Vestungen wieder befreyet werden möchten; umdiese Zeit sötte dann der Groß-Vezier mit aller Macht gegen der Kai-ser!. Haupt Armee anrücken und selbige angreiffen.
Nach weichem gefasten Rath - Schluß der Tartar - Cham undTeckely wieder von dannen gereist / der Frqntzösische Gesandte aberhatte bald daraus zu Adrianopel seinen Geist aufgegeben / und also sEerdas End und Würckung seines mitgeführten unchnstlichsten Rath- stirbtzu A.Schluffes nicht erwarten wollen. Dem Jenghier Bassa suchte man brianoprl.indessen/ als einen / der diesen Compaß verrücken möchte aus dem
Weg