Triumph-leuchtender Rriegs-Helm. Vierdter Theil. ?r r
den dritten Tag darauf das Kronen-Werck beschossen. Und hiemitfiel der Math bsy dem gemeinen Mann je tanger jemchr/ sonderlichda flchder Wein-Mangel ereignete/ die Brunnen verfielen/ undzer<»schlagen wurden / jo daß sich fast ein jeder van denen Gemeinen nusmit Morast-Walser betragen muste.
Wodurch / als die unaufhörliche Täq-und Nächtliche Abmer-glungen immer fort wahreren / der Soldat in der Vestung aller dmdroffen / abgemattet / und unwillig ward / daß man ihn fast nirgendshinbringen konte / so / daß man in nicht geringer «Zorge der allgemei-nen Aufruhr Haiden stehen muste. Auf der andern Seite hatten disBelagerer der Belägetten Artillerie durch die Bomben/ und dasstrts-wahrendem Canoniren auch dahin gebracht/daß ste nur 6. Bat-terie-Stück ferner gebrauchen konnten.
Es gab zwar der Herr General von Stahrmberg unterschied-ÜcheAblchn tre an/^ allein der Leuts-Mangel verhindert« des erlheil-inM,ten Befehls Auswürckung/ indem M-an nienmnden zur Arbeit ge- lixpsbueghabt / und also unmöglich etwas verfertigen können. Indessen com werdentinuirten die Frantzostn je länger je mehr sich der Vestung mit ihren verdeM,Approchen nicht allein zu nähern / sondern auch beyderseits die Brechszu vergrößern.
An dem Rhein gegen der Neustadt hakten ste nochzwey / uMMin allen stehen Batterien geleget/ aus denen sts innerhalb dreyTagen vier Haupt-Brechen gemacht/ auchzweyGallerien überdenGraben verfertigt/ und endlichen auch eine Mine attachirt/ ohnedaß die Belagerte durch alle nur erdenckl-che Gegen- Wehr es ver-hindern können. Worüber ste dann was ste anfangen folten / sehrangestanden; weil ste augenscheinlich gesehen / daß wann schonderCommenöant die gantzeGuarnison dahin wendete/ doch wegenWechten Zustand des OrtS und dessen Weirläufftigkeit man nichtimStandwäre/ solchen zu behaupten/ so ihn dieFrantzosen angreif«fen würden ; anderseits aber auch erkennete / daß mit Verlustder Neustadt auch die innere Vestung serlohren gienge / indemvon selbiger / wie schon gemeldet / das Wasser in den mnern Gra-ben dependirte / welches wann es verlohrea / nicht allein dem Feindalle Aussenwercke jenseits im Rücken zu nehmen / den Weg öff-nete / sonderlich da er schon Meister von der gantzen Contrescarpwar / auch so gar den gemeinen Mann / bey Abgang des Weins und ^
Brunnen-Wassers / alles Trancks beraubte»