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Lfg. 13 (1829) Das russische Reich in Europa mit Ausschluß von Polen
Entstehung
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14) dcr Kubinskoe, 15) der Sinderskoe, 16) der Voje, 17)^der Seeliger, 18) die Wolgasccn, 19) der Rostow, 20) derTschuchlema, 21) der Galitsch, 22) der Zw anow, 23) derBeloje, 24) der Saasijk, 25) derMurtasa, 26) der Alebei-Ulu, 27) der Burnasfolo, 28) der Kodschejol, 29) der Kat-labuga, 30) der Taschponar, 31) der Saffian, 32) der gro-ße Jalpuch, 33) dcr Kagul.

Kanäle.

Den Nordocean mit dem kaspischen See verbindend:

1) Der kubenskische Kanal, 2) der Katharinenkanal.

L. Das baltische Meer mit dem kaspischen See verbindend:

1) Der Wischnai - Wolotschock, 2) der nowogoroder

Hauptzweige der Industrie.

1) Viehzucht, die wichtigste Beschäftigung aller russtschen Völ-ker, s) Pferdezucht besonders bei den Kosacken, Tataren, Tscher-laffcn, Kalmyken, Kirgisen, Buräten und Baschkiren. Landgestütcsind in den meisten Provinzen angelegt. Kamcele halten besondersdie Nomadenvölker. 1») Nindviehzucht nicht so allgemein verbreitetals die Pferdezucht und sehr sorglos gewartet. Podolien und dieUkraine liefern sehr viel Ochsen, c) Schaafzucht ausgebreiteteraber auch vernachlaßigter als die Rindviehzucht. Nur auf dcr InselDaghö und in den Provinzen Kiew, Lithaucn, Podolien, Wolhy-nien in Taurien, findet man verbesserte Schaafzucht cingcführt. 3)Ziegenzucht, besonders werden Ziegen von den Nomaden in gro-ßer Menge gehalten. «) Schweinezucht, besonders in den nörd-lichen Provinzen. 1) Fcderv ich z ucht von Bedeutung, nur in denKanal, 3) der Ladogakanal, 4) der ^ ich wi nerkanal, 5) der^^^^lr dcr Hauptstädte. Z) Nennthierzucht, wichtig in densiässische Kanal, 6) der Marienkanal, 7) der Onegaerka-^oiargegenden und gepflegt von Lappen, Samojeden, Tschuktschen und

Korjäken.

nal, 8) dcr sw irische Kanal.

6. Das baltische-mit dem schwarzen Meere verbindend:

1 ) Dcr beresinsche (lepelsche) Kanal, 2) dcr oginskische Kanal, der königl. Kanal. j

V. Den Nigabusen mit dem finischen Busen vereinigend: dcr fel-lini sche Kanal.

L. Zur inncrn Verbindung Finland dienend:

1) Der Telataipolski, 2) dcr Kukontaipolski, 3) dcrKiäwkinski, 4) der Kutwelcntaipolski.

r. Die beiden Gcrardschen Kanäle im Kreise Zamburg desGouv. St. Petersburg.

Heilquellen.

7 ^.. Säuerlinge: 1) bei Kißlowodsk in der Nahe der gleichnami-gen Festung, 2) bei der kleinen Kabardah;

L. Salzige Wasser, a) Bitterwasser; 1) das orelsche, im KreisPultawa, 2) das Dubogejadskische, ebendaselbst, 3) das patten-hofsche ebendaselbst, b) Glaubersalzwasser: das buikowsche inder Ukraine.

0. Eisenwasser: 1) zu Lipezk im tambower Kreise, 2) zu Semcnvwsk,3) zu Kotschenowa, 4) zu Dcmitsw und 5) zu Wcreja, sammtl.im Gouv. Moskwa; 6) bei Twcr, 7) zu Wuissoksch, 8) zu Ka-schin, 9) zu Nowosclja, 10) zu Kortschwsk, 11) zu Andrcjapelsämmtl. im Gouv. Twcr; 12) zu Serdabol beim Dorfe Nauta.!kangas im Gouv. Finland; 13) zu Oloncz im Gouv. gleichesNamens; 14) zu Ochtasch im Gouv. St. Petersburg.

V. Schwefelwasser. 1) Zu Scrgicw im Bugurußlanschen Kreise,

2) zu Baldohn in Kurland, 3) zu Barbern im mitauischen Kreiseim Gouv. Kurland; desgl. 4) bei Libau, 5) bei Schloß, 6) beiRiga, 7) zu Onikschti im Gouv. Wilna, 8) zu Kastanowkaim Kiewer Gouv.

Hierüber noch das Sacker Schlammbad im Gouv. Taurien.

2) Ackerbau von allen ansässigen Völkern Rußlands betrieben.

Man rechnet für das gesammte russische Reich in Europa 550,000,000Morgen cultivirte Fläche und zwar 200,000,000 Morgen Ackerland,40,000,000 Morgen Wiesen und 300,600,000 Morgen Waldung.An Handelskräutern werden erbaut: Flachs, Hanf, Tabak und

Hopfen.

3) Bergbau, besonders auf Silber, Kupfer, Eisen und Blei,dann Alaun, Vitriol und Salz. Im europäischen Rußland, nur un-bedeutend auf Gold. Man rechnet die Ausbeute im gesammten rus-,fischen Reich in Europa 19,320 Mark Gold, 100,032 Mark Silber,18,181 Cent. Blei, 73,693 Centner Kupfer und 2,123,257 CentnerEisen.

4) Fischerei. Man unterscheidet hierbei s) die Fischerei imNordocean, im weißen Meere und in den sich dahin ergießenden Flüs-sen, woran vorzüglich Lappen, Samojeden, Osijäken und Tschukt-schen Theil nehmen; b) in Fischerei im Ostoceane und dessen Flüssen;v) in Fischerei im kaspischen See, in der Wolga, im Ural und denzu deren Systeme gehörigen Flüssen; ck) in Fischerei auf dem schwar-zen Meere, besonders im azowschen Busen vom Don bis Porekop;«) in Fischerei auf Gewässern und Flüssen des baltischen Meeres;1) in Fischerei in den Landseen.

5) Jagd, das erste und natürlichste Gewerbe aller wilden Völ-ker, besonders wegen des Pclzwerk, Leder, Bibergeil, Bisam, Mo-schus und der Daunen.

6) Forstbenutzung, diese gewähren die Ungeheuern Waldun-gen des weitläufigen Reichs und liefert Bau-, Brenn-, Schiffbau-Tischler - und Werkholz, Pottasche, Kohlen, Pech, Theer und HarzZn den nördlichen Provinzen von 59 bis 64" sind die häufigsten Holzarten, Lärchen, Fichten, siberische Zedern und Tannen. Zn den mitt,leren von 53° an Eichen, Linden, Espen, Weiden, Pappeln, Birken, Ellern und Maßholder und in den südlichen Loheichen, BuchenUlmen, Eschen, Ahorn und Nüstern.

I 7) Bienenzucht, in der Ukraine, Podolien, Wolhynien, Minsk

Witebsk und im Lithauischen. Unter den Nomaden, die sich mild»Bienenzucht abgeben, zeichnen sich besonders die Baschkiren aus.

8) Seidenbau, nur erst im Werden.

K u n st f l e i ß.

Kunstgcwerbe der Landleute, welche ihnen ausschließend eigensind: als Theerschwellcrei, Bastmattenweberei, Kohlen - undKienrußbrcnnerei, Bereitung des Kaviars und der Hauscnblast,Pfcrdehaarficderei, Borstcnzubereitung, Salpetersiederei, Zicgel-strcichen, Breterschnciderei, Terpentinstederci, Kalkbrennerei.

L. Kunstgcwerbe der Landlcute mit den Stadtbewohnern gemeinschaft-lich, als: Leinen- und Wollweberei, Pottaschfiederci, Oelschlä-gcrej, Holz - und Eiscnverarbcitung, Gärberei, Zimmerarbeit,Teppichweberei, Töpferei, Hausfärberei, Schwefel - und Vitriol-siederei, Branntweinbrennerei.

0. Handwerksgewcrbe, nur in den Städten vyrkommend. Das aus-gebreitetste, ist die Bierbrauerei.

v. Fabrik- und Manufacturgewerbe, die wichtigsten darunter arbei-ten ») in Leder, b) in Leinewand und Hanf, p) jn Tauen undSeilen, ck) in Wolle, «) in Hüten, 1) in Eisen und Eisrnwaa-rcn, x) >u Talg, Seife und Lichtern, L) in Baumwolle, i) mSeide, Ich in Papier, l) in Zucker, m) in Tabak, n) in Lack,o) in Essig, Scheidewasser und Balsam, p) in Gold, Silberund Tressen, h) in Kupfer, ch in Farben, s) in Glas, i) ,'gPorzellan, Fayence und Thon, u) in Vitriol, Schwefel undSalmiak, ch in Pulver und Salpeter.

Handel.

Mit diesem Gegenstände beschäftigen steh:

1) Die Krone, mittelst verschiedener Mvnvpvlien, als Salz, Brannt-wein u. s. w.

2) Die Kaufleute nach 3 Gilden. Der auswärtige Handel be-findet sich größtentheilö in den Händen von Deutschen, Britenund Griechen; dagegen ist dcr Detailhandel ganz in den Händender Russen und dcr Handel mit Ealantcriewaaren in den Hän-den der Franzosen.

3) Die Banquiers, Grossisten, Fabrikherren und Schiffsherrcn.

4) Juden, Trödler und Haustrer.

5) Armenier und Griechen.

Rußlands Handel theilt sich ein:

H. Zn Seehandcl, welcher bedeutender als der Landhandcl ist undaus 36 Häfen geführt wird, worunter die bedeutendsten sind:St. Petersburg, Riga, Odessa und Archangelsk. Nach denMeeren worauf Rußland Seehandel führt, zerfällt er in: a) denHandel auf der Ostsee, der wichtigste unter allen. Die sämmt-lichen Ostseehäfen sind: St. Petersburg oder vielmehr Kronstadt,Riga, Reval, Wiburg, Narwa, Pernau, Arensburg, Licbau,Windau, Fricdrichshamm, Abo, Habsal, Nystadt, Uleaburg,Brahestadt, Wasa, Ny, Gamla, Kartcby, Kaskö, Zakobstadt,Bidrneburg, Helfingfors, Sweaborg, Lowifa und Tornea.. Sweaborg und Rotschcnsalm werden als Kricgshäfen der Schee«