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Lfg. 9 (1825) Der preußische Staat ; Abth. 1
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höhle im Kreise Meschede, der Provinz Westphalen. Die Heu-scheune im Kreise Aschcrsleben, der Provinz Sachsen. DieKäsegrotte bei Bertrich in der Provinz Niedcrrhein, KreisKochen. Der Klütert bei Dörde im Kreise Hagen, ProvinzWestphalen. Die Trop fstein h ö h l ebeim Dorfe Kaufung unddas Kützclloch, beide im Kreise Schönau der Provinz Schlesien.Die Heimkehle beim Stolbergischen Dorfe Rvttleberode.Die Kelle am Harzgebtrge bei Ellrich.

Meere und Meerbusen.

i) Die Ostsee oder das Baltische Meer auf einerLänge von 104 Meilen, mit folgenden Busen: u) das Putziger

oder Pavtzker Wyk an der Küste Wcstprcußcns; 1 i) derRügensche Bodden oder das neue Tief mit der Meer-enge Gellen oder Eöllen; c) das Pro rer Wyk auf Rü-gens Ostseite; ck) das Tromper Wyk auf Rügens Nord-vstseite; e) das Ku rische Haff in Ostpreußen, 28 HD Mei-len haltend und in einem schmalen Landstrich die KurischcNehrung ausgehend; k) das frische Haff in Ost- undWestprcußen in einer Länge von i z und in der größten Breitevon 3 Meilen und 14H ^Meilen Flächcnraum einnehmend;Die der Lange nach über diesen Busen hinwegstrcichende Land-zunge ,wird die frische Nehrung genannt; A) das S t c t-tiner Haff, nur 7 bis 8 Meilen lang und 2 Meilen breit, wel-ches sich in das große und in das kleine Haff abtheilt; ör) dergroße Leba-See, Hs Meile haltend, im Stolpschcnr undLauenburg- Bütowschen Kreise; i) der Gardesehe See imStolpschen Kreise; k) der Vjetzig er See im SchlaweschenKreise; 1 ) der Bllckowcr Sec ebenfalls im SchlaweschenKrcise;m) derIasmnnder See im Fürstenthumschcn Kreise; r,) der

Witter See im Schlaweschen Kreise; 0) der Ca mp scheSee; x) der Eie rb erg sch e S ee.

Flüsse nach ihrer Benennung von Ostennach Westen.

1) Die Dange, die dem Kurischen Haff zufließt; 2) dieMinge, die gleichfalls ihr Wasser dem Kurischen Haff schicket;3) die Memel (Niemen) bildet unterhalb Tilsit die zwei ArmeRuß und Gilge, und strömet dem Kurischen Haff zu; 4) derPregel, diese Benennung von Insterburg, wo die Inster undAngerap zusammenfließen, erhaltend, nimmt die Alle sammtder Guber auf; 5) der Frisching, der in den frischen Hafftritt; 6) die Passarge, füllt ebenfalls das frische Haff; 7) dieBaude, gleichfalls im frischen Haff ausmündend; 8) die El-bing, noch ein Fluß, der das frische Haff verstärkt; 9) dieWeichsel (Wisla), einer der Hauptflüsse des Landes, sie trittoberhalb Thorn als schiffbarer Fluß aus dem Königreiche Polen indie Provinz Westpreußen, und mündet auch in dieser Provinz, nach-dem sie sich in zwei Arme getheilet hat, deren östlicher die Nogatheißt, der westliche aber den Namen Weichsel beibehält, und hierauf

nochmalen bei Fürstenwerther zwei Arme bildet, und den stärkerenöstlichen Strom unter der Benennung neue Weichsel dem fri-schen Haff zuströmt, wahrend der westliche Strom in seichten Ufernder Ostsee sein Wasser ertheilct, aus. Die alte versandete nur vonFischerkähnen befahrene Mündung der Weichsel wird die Norder-fahrt, dagegen der durch die Sandbank Platte gegrabene Schif-fahrtskanal die Westerfahrt oder N eu fa h rwa sser genannt.Zum Stromgebiete der Weichsel gehören folgende Flüsse: a) die

Drewenz (Drweca) fließt aus Ostpreußen aus einem kleinenSee, und tritt beim Dorfe Laibitsch in Westprcußen in die Weich-sel; li) die Braa (Brahe) kommt aus Pommern und trittohnweit Vromberg in die Weichsel; c) das Schwarzwasscr(Czarna Wodda) fließt aus Hintcrpommern bei Schwetz zur Weich-sel; ä) die O ssa entstehet aus dem Abflüsse des Dauer - oderOssasees, und theilt sich unterhalb Graudenz der Weichsel mit;e) die Ferse nimmt ihren Ursprung in der Gegend von Behrendtin Wcstpreußcn, und fließt bei Mcwe in die Weichsel; k) diekleine Nogat, verstärkt durch die Liebe, tritt an der MontanerSpitze zur Weichsel; g) die M 0 ttlau kommt aus der Gegendvon Dirschau, durchfließt Danzig mittelst zweier Arme, indem siehier die Spcicherinsel bildet, und gehet unfern der Stadt in dieWeichsel. 10) Die Leba in Hinterpommcrn geht bei der StadtLeba in die Ostsee; n) die Lupow in Hintcrpommern, ver-stärkt sich durch den Bnckowinfluß, hat seinen Ausfluß beimDorfe Rowe in die Ostsee; 12) die Stolpe, ein Küstcnflußin Hintcrpommern, wird durch die '^ütow und Schvttowverstärkt, und theilt sich nach einem nur kurzen Laufe der Ostseemit; 13) die Wipper, ein Küstcnfluß in Hinterpommern, ziehtdie Stiednitz, Bisternitz, Motze und Grabow an sich,und tritt unterhalb Rügenwalde in die Ostsee; 14) die Per-sante, ein Küstenfluß Hinterpommerns, ergießt sich bei Koibergin die Ostsee, hat sich jedoch vorher verstärkt durch die Leitznttz,die Radue und durch das krumm« Wasser; 15) die Rega,ebenfalls ein Küstenfluß Pommerns, hat an Zuflüssen die Be low,die Lotznitz, dieZampel und die Molstow, und gehetzwischen Ost- und Westderp in die Ostsee; ,6) die Oder,einer der Haupkflüsse des Landes, entspringt im Oesterreich Mäh-rischen Kreis Prerau, ist mittelst der Brahe, dem Brombergcr Ka-nal, der Netze und Warthe mit der Weichsel verbunden, theilt sichunterhalb Küstrin in zwei Arme, wovon der rechte den Namen desneuen Oder kan als führt, bildet unterhalb Schwedt ebenfallszwei Arme, nochmalen zwei Arme bei der Stadt Garz, deren be-deutenderer den Namen die große Regelitz annimmt; weiterabwärts trennen sich wiederum Arme, als die kleine Regelitz,die Parnitz, die Dun sch, der Schwa ntestrom; den Na-men Oder verliert sic da, wo derIhna zu ihr trittunddcn Damm-schen See bildet, gänzlich. Dieser See hat ebenfalls dreiAusflüsse, nämlich die große Strewe, die kleine Streweund die Jasen itz sche oder Pölitzsche Fahrt, die die InselnKorb werder und Kölpin bilden, sich in das Papen-oder

Pfaffenwasser ergießen, welches letztere dann in den Stetti-ner Haff tritt, der durch die drei Ausflüsse Dievens w, Swineund Peene mit der Ostsee in Verbindung stehet. Die vorzüglich-sten Zuflüsse der Oder sind: u) die O p pa und Oelsa (Elsa),

zwei Flüsse in Oesterreichisch Schlesien entspringend und die erstenVerstärkungen der Oder bilden; b) die Klodnih, tritt Kosetüber zur Oder; c) die H 0 l tzen p l 0 tz, kommt bei Krappitz zurOver; ck) die Malapane, vereiniget sich bei Czarnowanz mitder Oder; e) die Neisse sammt der Weist ritz, Biele,Steinau, Bielau und Steinauer Wasser, verstärkt unterhalbSchürgast die Oder; 5 ) die Stvberan, die oberhalb Brieg zur

Over gelangt; §) die Ohl au, vereiniget sich bei Breslau mitder Oder; Ii) die Loh e, tritt unterhalb des Dorfs Kleiomasel-witz in die Oder; 1 ) die Weida, gehet ebenfalls unterhalbBreslau in die Oder; k.) die W e istr i tz, gehet nach Aufnahme

des Striegauer Wassers unterhalb Lissa in die Oder; l) die Katz-bach, gelangt, nachdem sie die Neisse und das Schwarz-wasser an sich gezogen hat, bei Leubus in die Oder; ua) dieBartsch, verstärkt bei Großglogau die Oder; r>) die B 0 Le r,

einer der bedeutendsten Zuflüsse der Oder, vereiniget mit sich denZacken, die Sprvtta, den Queis, die Tschirne und falltbei Crossen in die Oder; o) die Laußitzer Neisse, trittSchidlow über in die Oder; x) die Warthe, der größte Ne-benfluß der Oder, indem er eine Strecke von mehr denn roo Mei-len durchfließt, vereiniget mit sich die Prosna, die Weln a, dieOdra, und die Netze, zu der die Cal h 0 nk a, dieKatschu b-ka , dieKüdd 0 w (Küd d e) und die Drage stoßen und fließtbei Küstrin der Oder zu; die Welfe, vereiniget sich bei Ga-tow mit der Oder; r) die Plöne, fließt unweit Damm in denDammschen See; s) die Ihn» (große Jhna), kommt beiJhnakrug in den Dammschen See. 17) Die Ucker, wird durchdie Randow verstärkt, endet unterhalb Uckermünde im kleinen Haff;iz) die Peene, durchfließt den Cummerow See, bildet den gro-ßen Strummin und die Crumminischen Wicke, verstärkt sich durchdie Trebel und die Tvllensee, und endet unweit Peenemündein der Ostsee. 19) Die Recknitz, fällt zunächst in den Ribnit-zer Binnensee, welcher aber mittelst des Salersees und des Prerow-stroms mit derOstsee Verbindung hat. 20) Der Ryckfluß, ge-het bei Greifüwalde in den Greifswalder Bodden. 21) Die Elbe,ein Hauptstrom des Preußischen Flußsystems, tritt bei Mühlbergins Preußische. In diesem Lande zieht sie an sich die schwarzeElster, durch das Schwarzwasser, diePulsnitz, die R ö-der und die Do der verstärkt, geht bei Listerfehra in die Elbe;die Mulde sammt dem Doberbache, kommt unterhalb Dessauzur Elbe; die Saale sammt der Unstrut, Gera, Lvssa,Helbe, Wipper, der weißen E'^st er, der Bode, derDosse, der Selke, der Holzemme, ergießt sich oberhalbSaalhorn in die Elbe; die Ohre, die unterhalb Wollmirstädtzur Elbe gelangt; die Havel, die a» sich ziehet die Spree mitdrrDahme, die Nuthe, die Stremme, den Rhin, die