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Das Großherzogthum Toskana,
(liegt zwischen 27° 17^ 30" bis 29° 40^ 40" östlicher Länge und 42° 5^ 20" bis 44° 31^ 10" nördlicher Breite.)
Flächeninhalt.
395, gcogr. mMeilen.
Volksmenge.
1,260,000 Seelen.
WohnpläHe.
36 Städte, 136 Marktflecken, 2,517 Dörfer, 3500 Weiler undeinzelne Höfe.
Gebirge.
Der Apennin mit den Gipfeln, dem Boscolengo 4,178 Fuß,dem Cimadi Vernina 3,914 Fuß, dem Cimadel Sasso Cis-mone 3,798 Fuß, dem Monte Raticosa 2,719 Fuß und demRadicofani 2,515 Fuß.
Gewässer.
Das mittelländische Meer bespült die Küsten im Westen. —Der Hauptfluß des Landes ist der Arno, der sich im Südwesten vonPisa ausmündet. Seine wichtigsten Nebenflüsse sind: die Chüana,der Ambra, der Sieve, der Mugnone,. die Sterzala, Bi-senzio, Erno, Pesa, Elsa, Ombrone di Pistoja, Erola,Cecinella und Era. Der zweite Fluß des Landes ist der Om-brone, der mit sich vereiniget die Mersa, den Orcio und Piano.Die Liber entspringt nur auf toskanischem Gebiete, ziehet an sichLen Paglia und gehet in den Kirchenstaat über. — Kleinere Flüssesind noch derNeno, Santerno, Senio, Lamone, Mentone,Cacoglia, Fiore, Albegna, Picora, Cornia, Cecina,Serchio und Magra.
Binnenseen.
Der Lago di Castiglione di Pkscaja, der Chiaro diMontepulciano, der Chiaro di Chiusi, der Lago di Bien-tina, der Fucecchio, der Montepulciano, der See von Or-bitello, der See von Lacedonia, der Lago oscuro und derLago acquato.
Mineralwasser.
Die warmen Bäder von Pisa, die warme Quelle bei San Mi-niato, des Bagno a Ripoli, die Sauerbrunnen bei Vaglia, der Tcr-tuccio bei Monte catini, der Pirio bei Gambaffa, das Bagno alleMandriole bei Monte Spertoli, die Bagni a Morba, die Noselle,a Baccanella, di Aqua, a Ncstone, del Ne Porsena, di S. Micheleund della Perta.
Volksstämme.
Italiener mit toskanischem Dialekte, Deutsche, Hellenen, Osma-nen, Juden.
XIV. Heft.
Religionsverschiedenheit.
Katholiken und Juden.
Hanpkzweige der Industrie.
1) Ackerbenuhung, als Getraidcbau, besonders Waizen,dann Gerste und Hafer, welcher letztere besonders auf den Apenninengezogen wird; sodann Erbsen, Bohnen, Mais, Moorhirse und etwasNcis; ferner Hanf, Flachs, Safran, Saflor, Färberröthe, Senf,Anies, Vcilchenwurzel und verschiedene Eemüsearten. 2) Obstbau,besonders Citroncn, Pomeranzen, Feigen, Mandeln und Kastanien zurAusfuhr. Zur innern Benutzung wälsche Nüsse, Giuggiolen, Sozben,Pfirschen, Pflaumen, Kornel - und Judenkirschen. 3) Weinbau, sehrausgebrcitet. Die vorzüglichsten Gewächse kommen von Montepulciano,Verdra und Castella. Die schlechtesten Weine liefert die Maremna.4) Olivenbau. Das beste Ocl kommt aus den Dörfern Calci undB'uti bei Pisa. 5) Seidenbau, welcher besonders im Acnothalebetrieben wird. 6) Waldbau. Der größte toskanische Wald istder von Tambolo. 7) Viehzucht, besonders Pferde, Schafe undZiegen, auch auf die Eselzucht wird Sorgfalt verwandt. Die Rind-viehzucht stehet gegen die Nachbarstaaten zurück. 8) Fischerei;diese wird besonders an der Küste auf Thunfische und Sardellen ge-trieben. 9) Bergbau und Steinbenutzung; meistens aber, ob-schon Produkte reichlich vorhanden sind, vernachlässiget. Auf der In-sel Elba befindet sich ein Eisenbergwerk im Gange. Schwefel wirdin den Gegenden von Volterra und Maffa maritima reichlich ausge-bracht; auch Salpeter, Alaun und Vitriol werden genützt. Marmorfindet sich an vielen Orten. Unter den Salzquellen zeichnet sich dievon Volterra wegen ihrer Reichhaltigkeit besonders aus.
Kunstfleiß.
Die Seidenweberei stehet an der Spitze; ihr nach stehet das We-ben der Leinewand, des Damastes, die Fabrikation von Korallen,das Bereiten von Seife, Parfümerien, Essenzen, Porzellan, Majolika,irdenen Geschirren, fiorcnliner Lack, messingenen Lampen, Kutschen,die Blei-, Alaun-, Vitriol- und Kupferhütten, die Bereitung vonStahlwaaren und die Verarbeitung von Marmor und Alabaster.
Handel.
Dieser vereiniget sich besonders in Livorno und Florenz, und vonhier führet man aus: Waizen, Olivenöl, Strohhüte, Kastanien,Agrumen, Mandeln, Feigen, Lämmerfelle, Talg, Eichen - und Faß-Holz, Wachholdcrbeeren, Veilchenwurzeln, Lumpen, Papier, Wein-stein, Schwefel, Alaun, Marmor und seidene Zeuge.
Münzen.
Buch und Rechnung wird nach Lire, Crazie, Soldi und Danarigehalten.
1 Lira — 12 Crazie " 20 Soldi — 5gGr. 1 Pfennig Conv.
1 Soldo — 12 Danari.
Zu Livorno rechnet man nach Pezzi von 8 Realen — 5 Liren15 Soldi, nach Lire und Soldi. Wirkliche Münzen sind:
s. in Golde:
1 Nuspone — 40 Lire.
1 Zechino — 13 Lire 6 Soldi 8 Danari.
b. in Silber:
1 Franeesconi — 6 Lire 13 Soldi 4 Danari;
Doch giebt es auch Stücke von 5, 2 und 1 Paoli (3 gGr. 4 Pf.)1 Palaro — 9 Paoli.
1 Lestone — 3 Paoli.
v. in Billon:
1 Quatrini dieci — Paoli — 10 Pfennige.
6. in Kupfer:
1 Soldo — 3 Quatrini.
Man hat auch Stücke von 2 Quatrini und 1 Quatrino.Längenmaaß.
1 Braccio — 1 Fuß 9 Zoll 6,^,^ Linien par. Maaß.
1 Bassetto — 2 Vraccii.
1 Braccio — 20 Soldi.
1 Soldo — 3 Quardini.
Flüssigkeitsmaaß.
1 Cogno 10 Barili.
1 Barilo — 20 Fiaschi.
1 Laril Wein wiegt 140, ein Baril Oel 85 florentinische Pfunde.
1 F-iasco — 2^ par. Pinte.
Getraidemaaß.
1 Modio — 24 Staja.
1 Staja — 4 Quart — 1,194 par. Kubikzoll.
Gewicht.
1 Litra — 12 Oncie.
1 Oncia — 24 Danari.
1 Danaro — 24 Grani.
Zu Sieno machen 18 Danari 1 Litra, und ist also das Pfundum 12 Grani geringhaltiger, als das zu Florenz.
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