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Der Kirchenstaat,
(liegt zwischen 28° 11^ 52" bis 31° 35^ 29" östlicher Lange und 41° 9^ 48" bis 44°
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Flächeninhalt. 1
811,gg geogr. UMcilcn.
Volksmenge. >
2,430,000 Seelen.
Wohnplatze.
00 Städte, 206 Marktflecken, 3,387 Dörfer und Weiler.
Gebirge.
Der Apennin mit den Abruzzos. Die Gebirge von Sor-riano und Fogliano, der St. Oreste, .der Monte Caro.
Höchste Bergspitzen.
Der Velins, 7,870 Fuß; der Monte della Sybylla,7,038 Fuß; der Somma, 6,800 Fuß; der St. Gennaro, 3,924Fuß; der Monte Caro, 2,028 Fuß; der Monte Rocca diPapa, 2,230 Fuß.
Meere.
Das mittelländische Meer, hier den Namen des tyr-rhenischen oder tuscischen Meeres führend, und das adria-tische Nie er.
Flüsse.
a. Dem mittelländischen Meere zuströmcnd:
1) die Tiber, die bei Ostia das Meer erreicht, mit dem To-pio, vereint mit dem Chiascio und Lrinia, der Chiana, zuwelcher der Paglia gehöret, der Naja, der Nera, der Trigliaund dem Tevcrone; 2) die Flora kommt bei Montalto ins Meer;
3) die Marta bei dem Torre di Corneto ausmündend; 4) der Mi-gnone; 5) der Turbino; 6) die Vaccina; 7) der Cap ino;
8) der Palidoro; 9) die Astura; 10) der Arrone; 11) derAmisen o.
b. In das adriatische Meer fasten:
1) der Po, welcher empfang^ den Panaro, den Reno, denNiolo, den 2 dicc, den Santerno, den Senio, den Lamone;2) der Men tone in der Nähe von Ravenna ausgehend; 3) derSavio oberhalb Forli das Meer erreichend; 4) derUlso; 5) derNtclauro; 6) der Cesano; 7) der Esino; 8) der Musone;
9) die Pocenza; 10) der Chicnli; 11) die Tenna; 12) dieLeta; 13) der Aso ne; 14) der Tesino und 15) der Tronto.
Binnenseen.
Der See von Perugia oder Trasimeno mit drei Eilanden;der Lago di Bolsena; der Lago di Bracciano (vor Alters Sa-XIV. Heft.
batinus); der Lago d'Albano; der Lago di Neini; der LagoPie di Luca; der See Fogliana; der See Monaco; der SeeCrapolace; der See Saressa in den pontinischen Sümpfen;die Valli di Lomacchio.
Mineralwasser.
Die Sauerbrunnen bei Nom; die warmen Bäder bei Bracciano;die Bagni di Stigliano bei Tolfa; die Bagni Li Palazzi bei CivilaVecchia; die warmen Bäder und der Sauerbrunnen bei Viterbo; dieBagni Giosinclli bei Montefiascone; die Bagni della Poretta inBologna.
Volksstamme.
Italiener und Juden, doch letztere nur zu Nom und Ancona; inSumma 15,000 Seelen.
Religionsverschiedenheit.^ ^ i
Katholiken und Juden. ^
Hauptzweige der Industrie.
1) G etraid ebau, besonders des Waizcn, der Gerste und desMais. Die ergiebigsten Kornprovinzen sind: Ravenna, Forli, Fer-rara, Urbino und Spoleto; Bau von Hülsenfr ächten, beson-ders Bohnen; Gemüsebau und zwar auszeichnungswcise Spargel,Artischockcn, Rüben und Kohl; Bau von Handclskrautern,besonders wird Hanf und Safran häufig gebauet; dann folgen Flachs,Baumwolle, Waid, Koriander, Anics, Saflor, Soda, Spick (Narde)und Tabak; Olivenbau; Weinbau, besonders um Montefias-cone, bei Orvicto und am Monte Cavo; Anbau von edlenFrüchten, besonders der Pomeranzen, Citronen, Pomi d'oro, Gra-natapfel, Feigen, Mandeln, Kastanien, Pistazien, Apfelsinen, undhierzu kommen noch Lorbeer und Myrthe, Oliandcr, Rosmarin undCistus. 2) Viehzucht und besonders die der Pferde, der Esel undder Schafe; weniger des Rindviehes. Ziegen werden im Apenningehalten. Die Seidcnwurm- und Bienenzucht ist von Belange; auchGallwespen und Kantharidcn werden fleißig benutzt; 3) Fischereiwird von einiger Erheblichkeit nur im adriatischen Meere getrieben.
4) Bergbau auf eigentliche Metalle ist gar nicht vorhanden undhat nur etwas Alaun, Schwefel und Salpeter zum Gegenstände.
5) S a lz schlämmcreien befinden sich an den Mündungen der Ti-ber, bei Cervia und Comacchio. 6) Jagd auf Edel- und Dam-hirsche, wilde Schweine, Luchse und Wölfe, ist unbedeutend.
Kunstfleiß.
1) Seidenweberei, welche ihren Hauptsitz zu Bologna und
49^ 54" nördlicher Breite.)
in geringerer Masse zu Nom und Perugia hat. 2) Leinewebereifindet nur für den Hausbedarf statt. 3) H a n fweberei und Spin-nerei. 4) Tuchweberei, besonders zu Nom. 5) Lederberci-tung, besonders zu Nom, Ancona, Sinigaglia und Bologna. 6)Hütefertigung zu Ancona und Spoleto. — Hieran schließen sich,jedoch in geringerer Anzahl, die Fabriken und Werkstätte von Darm-saiten, Silberwaaren, Perlenmuscheln, Pinseln, Fächern, Glaspasten,Talg, Wachslichtern, Macaroni und Rosenkränzen.
Handel.
Der Staat führet besonders aus: Korn, Hanf, Seide, Baumöl,Alaun, Wolle, Vitriol, Schwefel, Anies, Honig, Faßholz, Schaf-käse, Puzzolancrde, Spick, Galläpfel, Mandeln, Soda und Lum-pen. — Die Haupthafen, in welchen sich der Handel besonders zeigt,sind Ancona und Livita Vecchia.
Münzen.
Nach Scudi, Paoli und Vajocchi.
1 Scudo — 10 Paoli — 1 Thlr. 9gGr. 7 Pf. Conv.
1 Paolo — 10 Bajocchi.
1 Baccho — 5 O-uatrini.
Ausgemünzt ist s. in Golde:
Zechinen — 2 Scudi 14 Bajocchi.
Doppia romana — 3 Scudi 13 Bajocchi.
Q-uatrini — 53-; Bajocchi.
b. in Silber:
Scudo romano — 100 Bajocchi.
Mczzo Scudo — 50 Bajocchi.
Testone — 30 Bajocchi.
Paolo — 10 Bajocchi.
Grosso — 5 Bajocchi.
Medio Grosso — 2^ Bajocchi.
0 . in Billon:
Carlino — 7^ Bajocchi.
Doppcl-Carlina — 13 Bajocchi.
Bacchocchclicn von 8, 4 und 2 Bajocchi.
6. in Kupfer:
Bajoccho, halber Bajoccho und O.uatrino oder Viertel-Bajoccho.
Langenmaaß.
1 Palma oder Fuß —121,; par. Linien und cingetheilet in ^ und
1 Canna — 8 Palmen.
1 Braccio — 4 Palmen.
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