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Lfg. 14 (1829) Das Königreich Polen, die Republik Krakau, die italienischen Staaten
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bestehen Rcichsstände und diese sind: der begüterte Adel, oder dieRitterschaft, die Deputaten der Städte und Ortschaften und die Geist-lichkeit, welche das Gesctzgcbungs- und Bcsteuerungsrecht mit demKönige theilen. In Genua hat jeder Bezirk ein ständisches Colle-gium von 30 Mitgliedern, dessen Zustimmung zu der Bewilligungneuer Steuern nöthig ist. Der Kronprinz führt den Titel Prinzvon Piemont. Der Hofstaat ist zwar zahlreich, aber sparsam ein-gerichtet.

Ritterorden

1) von Verkündigung Mariens, von Amadeus VI. 1362 ge-stiftet; 2) des heiligen Mauritius und Lazarus, ein Militairorden,von Amadeus VIII. 1434 gegründet; 3) des militairischen Ver-dienstes, vom jetzigen Könige errichtet und sich in drei Klassen ab-theilcnd.

Staatsverwaltung.

Der König ertheilet Gesetze und hat bloß auf der Insel die Reichs-stände zu berücksichtigen. Drei Staatssecretaire haben die Hauptre-gierungsgeschafte zu verwalten. Die höchsten Nechtscollegien sind:il supremo real vonsißlio Sni-lleANk» , welches seinen Sitz zu Tu-rin hat; il suzirewo magistrato «teil» real 1Ickien?a, welches sich

in die Kriminal- und Civilkammcr abtheilet und zu Cagliari in Wirk-samkeit stehet; il rnsAistrato clella real AOvei-na?ions zu Sassari;il consilio regle cli Lavoja zu Chambery; il Zenato 61 lurina,aus einer Kriminal- und zwei Zivilkammern bestehend; il consilioregle cli Ni?:?«; il eonsil real 6i Oenua , welches erst neuerdingsorganisirt und das höchste Tribunal dieses Herzogthums ist. Inden einzelnen Provinzen giebt es Landgerichte. Die Insel wirddurch einen Vicekönig regieret, der Generalcapitain der Insel ist.Ihm zur Seite sichet ein Staatssccretair. Die höchste Landcsstelleunter dem unmittelbaren Vorsitz des Vicekönigs ist die ^uclien?«reale; auch zu Sassari bestehet eine königl. ^euciienra. Zu Cagliari,so wie zu Sassari giebt cs Handelsbehörden. Das Patrimonium hatüber Vergehungen der landesherrlichen Einkünfte zu entscheiden.

Die Polizei stehet unter dem Polizeiministerium; in den Städtenverwalten sie die Munizipalitäten; zu Turin bestehet ein eignes Po-lizeigericht.

Kirchenstaat.

In Kirchensachen ist die Gewalt des Papstes sehr beschränkt, dakeine päpstliche Bulle ohne Erlaubnis des königl. Naths bekannt ge-macht werden darf, auch das Inquisilionsgericht Niemanden ohne

ausdrückliche Erlaub»,'ß des Königs verhaften oder beunruhigen darf. Savoyen hat 1 Erzbischof, 3 Bischöfe und 657 Pfarreien; Pie-mont hat 1 Erzbischof, 19 Bischöfe, 41 Abteien, 438 Mönchs- undNonnenklöster; Genua hat 1 Erzbischof und 7 Bischöfe; die InselSardinien hat 3 Erzbischöfe, 8 Bischöfe, 10 Domcapitularen, 3 Ab-teien, 1857 Weltgcistliche, 90 Männer-, 14 Frauenklöstcr und 1125Ordensgeistliche.

Wissenschaftliche Bildung.

Man findet im Reiche 4 Universitäten, nämlich zu Turin, Ge-nua, Cagliari und Sassari; eine Akademie der Wissenschaften unddes Ackerbaues und sehr einzeln Gymnasien und Lyceen.

M i l i t a i r m a ch t.

24,000 Mann im Frieden: 70,000 Mann im Kriege.

Festungen.

Alessandria, Casale, Vercelli, Stradclla, Voghera, Tortona undValenz«.

Seemacht.

3 Schooner und 5 Galeeren.

Topographische Eintheilung.

Fürstenthum Piemont.

Provinzen:

1. Turin, 2. Aosta, 3. Ivrea, 4. Susa, 5. Pincrolo, 6. Sa-uzzo, 7. Cuneo, 8. Mondovi, 9. Alba, 10. Asti, 11. Acqui,12. Alessandria, 13. Tortona, 14. Voghera, 15. Casale, 16. Biella,17. Vercelli, 18. Mortara, 19. Vigevano, 20. Novara, 21. Pal-lanza, 22. Domo d'Offola, 23. Val Sesia.

L. Herzogthum Savoyen (Sovo/en).Provinzen:

1. Chambery, 2. Genevois, 3. ChablaiS, 4. Faussigni, 5. La-rantaisc, 6. Maurienne.

6. Grafschaft Nizza.

Provinzen:

1. Nizza, 2. Sospello, 3. Oneglia, 4. Monaco.

v. Herzogthum Genua.1. Riviera di Levante, 2. Riviera di Ponente.

L. Die Insel Sardinien.Provinzen:

1. Capo di Cagliari, 2. Capo di Sassari.

Topographie der vorzüglichsten Orte.

Xegiil. Hauptstadt der Provinz. Fürstenth. Piemont. 11. Pro». Acqui.ssoo E. Am Bormida gelegen. BischLfl. Seminar. Gymnasium.Seidenbau und Seidenzwirnerei-

Xzlie. Mrktfl. ä. Fürstenkh. Piemont, r. Prov. Ivrea. Ans nnd an demAbhange eines Hügels, Len der Malest»» benetzt, gelegen. Starker-sehandel.

Xxnvne. Mrklfl. Fürstenkh. Piemont. 2Z. Prov. Val Sesia. 1100 E-An der Sesia gelegen.

äxoxnare. Mrklfl. ä. Fürstenth. Piemont, 20. Prov. Novara. 1280 Einw.An der Agogna gelegen. Starker Reisbau.

Stadt mik Kastell. L. Herzogth. Savoyen, i. Prov- Chambery.»V 7 E. Am Arc gelegen-

XLV. Heft.

^ißueblaoolis. Dorf. 8 . Herzogth. Savoyen. L. Prov. Tarantaise. 862 E.7 lm Jsere gelegen. Gnysbrüche. Heilquelle.

Stadt. 8 . Herzogth. Savoven. 5 . Prov. Tarantaise. SZ 8 E. Am Jsere-äirssos. Mrklfl. Fürstenkh. Piemont, s. Prov- Pinerolo. 1210 Einw.

Ohnweit dem Po gelegen. Das alte Jria.

Lix. -<kaLt. 8 . Herzogth. Savoyen, c. Prov. Chambery. 20Z8 Einw. Be-rühmte Bäder. Römische Alterthümer.

Mrklfl. 11 . Herzogth. Genua, r. Riviera di Ponente. I 4 rr Einw.Am Meere gelegen. Korallenfang.

^Ida. Hauptstadt der Provinz- Fürstenth. Piemont- s. Prov-Alba. svvoE.Am Zusammenfluffe des Tanaro und Curasca gelegen. Sitz eines Bi-schofs. Starker Viehhandcl.

( 5 .) Alb«». Mrktfl. L. Herzogth. Savoyen, i- Prov- Chambery- "vr E.An der Aisse gelegen.

(8.) älksn <I« Vills,st,. Dorf. 8 . Herzogth. Savoyen. K. Prov. Maurienne.il?« E- 7 km Glandon gelegen.

äibenßa- Stadt. O. Herzogth. Genua. 2. Riviera di Ponente, 1800 Einw.Ohnweit dem Meere gelegen. Sitz eines Bischofs- Starker Oel- undHanfbau.

äldea,. Mrktfl. 8 . Herzogth. Savoyen. 1. Prov. Chambery. 1120 E. Ander Daisse gelegen.

älbuxnsns. Dorf. A. Fürstenth. Piemont. 10. Prov. Asti, eso E. Star-ker Weinbau.

älb)?. Mrktfl. 6 . Herzogth. Savoyen. 2. Prov. Genevois, ssi Einw- AmCheran gelegen.

äle,. Stadt. L die Insel Sardinien. 1. Capo di Cagliari. iroü E. Sitzeines Bischofs.

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