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Das Königreich Han
Lage.
Von 24" 14^ bis 29" 12^ östlicher Länge und von52° 13/ bis 53° 54^ nördlicher Breite.
Größe.
695,27 Meilen, (geographisch.)
Bevölkerung.
1,434,126 Einwohner (für 1325.)*)Wohnungen.
70 Städte, 117 Marktflecken, iroz Pfarr-Dörfer,4024 kleine Dörfer und Weiler, 1230 Vorwerke undeinzelne Höfe, 222,421 **) Feuerstellen.
Gebirge.
Das beträchtlichste Gebirge des Landes ist der Harz,von dessen Umfange mehr denn zwei Drittel hieher gehö-ren. Er bildet ein freistehendes, mit Wald bedecktes me-tallhaltiges Gebirge, dessen höchste Spitze der Brocken, imAuslande liegt. Kuppen niederer Gattung jedoch zu Han-nover gehörig sind: der Bruchberg 3018, der Wormberg2880, die Achtermannshöhe 2706, der kleine Winterbcrg2684, der Kahlenberg bei Zellerfeld 2134, der Ram-melsberg 1914 Fuß über dem Ostfeespiegel. Aeste desgedachten Gebirges sind: das Sandsteingebirge der Sol-ling im Göttingschen, der Jhdt und Deister im Kahlen-bergischen, der Sünde! zwischen Kahlenberg und Schauen-burg und der Sünder im Hildeeheimschen.
Meer und Flüsse.
Das Deutsche Meer. — 1) Elbstromgebiet:Die Elbe, die Ohre, der Aland, die Jeetze, dieIlmenau, die Wipperau, die Lühe, die Netze,die Este, die Brehmensche Lühe, die Aue, die
*) und **) Nach des Canzeleirath Ubbekohdr Angabe.VII. Heft.
Schwinge, die Oste und der Medem. 2) Weser-stromgebiet: Die Weser, die Werra, die Fulda,die Hamei, die Aller, die Ocker, die Oertze, dieLeine, die Böhme, die Eyther, die Wümme, diebei Burg den Namen Lesum annimmt, die Rodau,die Wiste, die Worpe, die Geeste, die Hunte. 3)Emsstromgebiet: Die Ems die sich bei ihrem Aus-flüsse in die Oster- und Westerems theilet und dieInsel Borkum umschließt; die Aa, die Hase, die Leda,die Innerste. Als keinem diesem Flußgebiete zugehörigdurchströmt die Vecht bas Bentheimische und fließt dannin die Niederlande.
Kan äle.
Der Dremerkanal, der Treckschuitenkanal,die Papenburgerkanäle und mehrere Eindei-chungskanäle in den Mooren von Ostfriesland.
Landseen.
DerDümmersee bei Diepholz, 2 § Meile Flächeninhalt.Das Steinhudermeer im Kalenbergischen ß Meilenlang, ^ Meile breit. Der Dollart 2^ Meile imUmfange, eigentlich ein Meerbusen, durch welchen die Emsdem Deutschen Meere zufällt. — Hieher kann man auch nochrechnen den unterirdischen See im Ostfriesischen.
Mineralquellen.
Zu Rehburg, Limmer, Nordheim und dasSeebad auf der Insel Norderney.
Volks stamme,.Sprache und Religion.
Die Bewohner sind ihrer Abstammung nach, Nieder-deutsche, die ursprünglich das Sachsenland bewohnten,und zwar sind die Bewohner des Landes zwischen derElbe und Ems, größtentheils Chauzen, Cherusker, Fusenund Longobarden, und die Dewoyner des jetzigen Fries-lands sind Friesen. Am Harz findet man Abkömmlinge j
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der Franken, im Lüneburgischen Wenden und Juden hi«und da zerstreut. Deutsch ist die einzige Mundart, aufdem Lande Plattdeutsch, in den Städten in Hohnstein undden Eichsfeldischen Acmtern Hochdeutsch.
Was die Religion anbelangt, so ist in Kalenberg,Grubenhagen, Göttingen, Lüneburg, Bremen, Verden,Hoya und Diepholz, die lutherische Kirche die herrschende;in Ostfriesland und Hildesheim findet man ziemlich gleich-viel Bekenner vom christlichen Glauben; in Lingen, Bent-heim und den vormals Hessischen Aemtern sind die Beken-ner des rcsormirten Glaubens die Mehrzahl, und auf demEichsfelde, in den Kreisen Meppen und Emsbühren undin und um die Stadt Hildesheim findet man die meistenKatholiken. Mennoniten finden sich in Ostfriesland, undin einigen Ortschaften Herrnhuther und Juden.
Hauptzwekge der Industrie.
Obschon Ackerbau verbunden mit Viehzucht, die erstettt-d richtigste Beschäftigung des platten Landes seyn sollte,so zeichnen sich hierinnen doch nur die Provinzen Göttin-gen und Hildesheim und die Marschen an der Elbe, We-ser und Ems aus. Der ärmste Boden sind die Lünebur-gischen Haiden, mehrere Striche in Hoya, Diepholz, sowie die Geest im Bremschen; bemungeachtet haben diemeisten Provinzen noch etwas Korn zur Ausfuhr übrig.Gemüse wird viel, besonders Kartoffeln, Kopfkohl,Meerrettig und Rüben gebauet. — Unter den Handelö-kräutern nimmt der Flachs die erste Stelle ein, be-sonders im Hildcsheimischen, Kahlenbergischen, Götting-schen und in einem Theile von Lüneburg. — Wenigerfindet man Hanfanbau, am meisten noch im Bremcn-schen und Lüneburgischen. — Tabaksbau findet mannur um Nordhcim, in einigen Gegenden von Göktingen,um Duverstadt, im Grubenhagenschcn und in einigen Hoya-schen Aemtern. — Hopfen findet man nur bei Alfeld,Duderstadt und in den Aemtern Rehburg und Dannen-berg. — Allgemeiner ist der Oelbau besonders in Ost-
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