Druckschrift 
Gespräche in dem Reiche derer Todten ... bestehende in der Fortsetzung und Vollendung der vorhergehenden, zwischen dem letzt-verstorbenen regierenden Hertzog zu Sachsen-Zeitz, Mauritio Wilhelmo, und Ernst Grafen zu Metternich, gewesenen Königl. Preußischen Staats-Ministre, und Gesandten auf dem Reichs-Tage zu Regenspurg : worinnen, nebst gantz sonderbaren Discursen über verschiedene wichtige Materien, das Leben des Durchlauchtigsten Hertzogs enthalten ...
Entstehung
Seite
1193
Einzelbild herunterladen
 

O ( H9Z ) G

und nicht gewolt, daß bey Lebzeiten des alten Herrn Vaters, dessen Lie-be zuallen seinen Kindern hnen blkarmt gewesen, allzuviel von dieser-/Igrerie geredet und gehandelt werden solle, weil unter denen HerrenBrüdern gar leichtlich Widerwärtigkeiten darüber hätten entstehen, sol-che aber auch dem alten Herrn Vater zum Verdruß gereichen können.Dannenhero haben die, so das Testament verfasset und entworffen,vovrathsam erachtet, lieber auf beyden Achseln zu tragen, und sich kn dem Te-stament solcher Redens-Arten zu bedienen, an welchen alle Theile ei-nen Wohlgefallen und ihre Zufriedenheit finden können.

Der Hertzog.

Warum hat sich aber meines Vaters Bruder, Chmfürst Io,Hann der Andere, als es zur Abtheilung gekommen, dieses sublim«^erriwrii nicht ausdrücklich Vorbehalten? und warum ist in denen nach-herigen, zwischen ihm und meinem Vater, errichteten keeeckm und Ver-gleichen nichts davon gedacht?

Der Graf

Es ist nicht gut-wann es nicht geschehen ist; oder aber, man hat esLhurfürsilicher Seits darum nicht gethan, weil man es vor eine Sachsgehalten, die gar keinen Zwelffel, noch einiger Frage, unterworffen seye.

Der Hertzog.

Wir wollen es lassen dahin gestellet ftyn. Nunmehro stynd mei-ne Erb-Lande, gleichwie das Stiffr, wieder mit dem Hohen Thur-HauseSachsen vereiniget, und werden so leichtlich aufs neue nichtdavon kommen.

^nno 1687. als wegen des, sieben Jahre zuvor, sich ereigneten To-des-Faües Lhurfürst Johann Georg des Andern von dem Thur-Hause Sachsen, und dessen varzu gehörigen Fürsten die Reichs-Be-lehnung gesuchet wurde, c-nncurritte auch ich dadey, wegen der Anwarr-schaffc, und es sicllcte sich, in meinem Namen,nebst denen andern Lhur-und Fürstlichen Gesandten, mein Geheimrer Rath und Hofmar-schall, Bernhard von Pflug vor den Räyserlichen Thron.Auch ichselbstm that eine Reise nach Wien, woselbst ich den rsten Septem-bri8 zehen Tage nach der Belehnung emtraff. Der glorwürdigsteRaffer l.eop»iau8 empfieng mich überaus gnädig, und in der vortreffli-chen Ratierlichen Lrbliotlrec, fände ich ungemeines Vergnügen, eben

Ddd ddd dz so-