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DLe-freie HansestadLLübeck
(zwischen 27° 4^ bis 27° zo^ östl. Länge, und 53° zi^ bis 53° 5^ nvrdl. Breite.)
Flächeninhalt des Gebiets.
s,z m Meilen.
Volks menge.
40,650 Einwohner (1325.) inci. 400 Juden.
Wohnpläße.
r Städte, 68 Dörfer, 585o Häuser.
Lage und Benutzung des Bodens.
Das Gebiet der freien Stadt Lübeck liegt theils an derniedern Trabe und am Stecknitzkanale, theils in Holstein, Lauen-burg und im Fürstenthum Ratzeburg. Mit Hamburg besitztes gemeinschaftlich das Amt Bergedorf und die Vierlandesüdlich des Sachsenwaloes. — Landwirthschaft und Fischereiernährt das privative Territorium. Die Landwirthschaft istder von Holstein gleich und die Felder sind bis auf die Ge-meinheiten eingekoppelt.
Handel.
Von besonderer Wichtigkeit für nordische Producte.Nicht mehr so mächtig als ehedem, hat cs doch noch einengroßen Theil des Ostseehandels in Händen, und setzt deutscheMaaren gegen dessen Erzeugnisse um.
Münzfuß, Maaß und Gewicht.
Der Münzfuß ist dem in der Stadt Hamburg und demin Holstein und Lauenburg üblichen gleich. — Die Markfein Gold ist zu 67 Speciesducaten und in Silber zu 34Mark Courant ausgeprägt. Stadtmünzen sind Thaler zu48 , Doppelmarkstücke zu 32 und einfache zu 16Schillingen,8, 4, 2, r, ^ und H Schillinge. — Die Lübeckische
Elle hält 2S4A Pariser Linien. — Getraidemaaß ist derScheffel — 4 Fässer, 36 Scheffel — i Last, i Last —24 Tonnen — 8 Drömt. Ein Faß — 421 Pariser Cu-biczoll. — Bei Flüssigkeitsmaaß ist das Viertel — 2 Stüb-chen — 4 Kannen — 8 Quartier — 16 Planken — 32Ort. —Das Lübeckische Pfund — 10,059 Holländische Aß.
Staatsverfassung und Verwaltung.
Der Freistaat Lübeck bildet einen Theil des DeutschenBundes, har mit den andern 3 freien Städten die i7teStimme, im Pleno aber eine besondere Stimme» Der Se-nat besteht aus 4 Burgemeistern, von welchen einer Kauf-mann ist, und 16 Rathsherren, worunter jedesmal 5 Dok-toren der Rechte scyn müssen. Die beiden Syndici sindRechtsgelehrte, haben aber keine Stimme. Die Stimmen-mehrheit im Rathe entscheidet über die Wahl der Senato-ren. Bei der Gesetzgebung und bei neuen Auflagen concurri-ret die Bürgerschaft. Der wortführende Aeltermann desSchüttings theilt den Aeltesten eines jeden Bürgercollegii dieRathsvorschläge mit, und treten die Mehrheit der Aeltestender Bürgercollegien den Rathsvorschlägen bei, so werdendiese dadurch sanctioniret. — Die 12 Cvllegien der Bürger-schaft sind: 1) die Jungfern- oder Cirkelgesellschaft, die ei-gentlichen Patricier, 2) die Schonenfahrer, 3) die Gesell-schaft der Kaufleute, 4) die Novogrodsfahrer, s) die Ber-genfahrer, 6) die Rigafahrer, 7) die Stvckholmfahrer, 8)die Gewandschneider, 9) die Krämer, 10) die Brauer, n)die Schiffer, 12) die 4 großen Aemter der Schmiede, Schnei-der, Bäcker und Schuster, welche 72 kleine Aemter umfas-sen. — Bei außerordentlichen Gelegenheiten treten Deputirteder Bürgerschaft mit dem gestimmten Rathe oder einem Aus-schüsse desselben zusammen. — Das Obergericht bestehet aus
einem Burgemeister, beiden Syndici's, 4 Rathsherren undeinem Secretair. Das Niedergericht bilden 5 Prätoren, diezugleich Senatoren sind, UNd einem Actuar. Vom Obcrgerricht wird an das in Lübeck stationirte Oberappellationsgerichtappelliret. — Das Landgericht bestehet aus 2 Senatorenund i Actuar. — Die Wedde oder das Polizeigericht ist aus2 Senatoren und l Actuar zusammengesetzt. — Was daskirchliche Verhältniß anbclangt, so rechnet man 39,600 Lu-theraner mit 8 Pfarr- und 7 andern Kirchen, 300 Refor«mirte mit r Kirche, und die 400 Juden mit i Synagoge.—Für den Unterricht ist gesorgt durch r Gymnasium, l ge-lehrte Schule und i Schullehrerftminar.
Staatseinkünfte.
400,000 Gulden.
M i l i t a i r.
426 Mann, welche r Bataillon ausmachen und zur2ten Division des roten Heerhaufens gehören.
Topographie des Gebiets der freien Han-se st a d t Lübeck.
Theile:
n) die Stadt,k) das Gebiet.
Bezirke:
1) Burgthor,r) Mühlenthor.
3 ) Holstcinerthor.
4) Ritzerau.
5) Travemünde.
c) das mit Hamburg gemeinschaftl. Amt Dergedvrf.
vrr. Heft.
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