XI.
Das Herzogthum Holstein-Oldenburg.
(liegt mit Einschluß der Ievcrkschen Insel Wangerode von 52° 30^ bis 53° 47^ 4z" nördlicher Breite und von 25° 20^ bis 26" 25^ östlicher Lange. Das abgeson-derte Fürstenthum Lübeck liegt zerstreut von 53° 48 ^ bis 54° 27^ nördt. Breite und 23° 5^ bis 23° 40^ östl. Länge, und Birkcnfeld reicht von 49° 35^ bis 49° 55 ^
uördl. Breite und 24° 36^ bis 25° io^ der östl. Länge.)
/
Flächeninhalt.
Etwas über 117 Meilen, ohne die uneingedeich-len Grodenländereien.
Volksmenge.
192,000 incl. 700 Juden, und demnach 1920 aufdie m Meile, was Oldenburg anbelangt, 19,070 in BetreffLübeck und für Birkenfeld 23,600.
W 0 h n p l ä ß e.
9 Städte, io Marktflecken, Z l 5 Bauerschasten, Dör-fer und Weiler, welche 132 Kirchspiele bilden, 38 , 87 «Fcuerstellcn ohne die Herrschaft Knyphausen.
Boden.
Oldenburg ist ein fast ganz ebenes Land von nur eini-gen Hügelreihen unterbrochen, eben so auch das Fürsten-thum Lübeck, nur daß dieses letztere noch sorgfältiger an-gebauet ist. Die Ostseeberge befinden sich eine Meileöstlich von der Stadt Oldenburg entfernt; der Ritt ru-nter Berg liegt im Kirchspiele Hatten; drei Berge liegenam Iwischenahner See. Die höchste Gegend des Olden«burgischen ist die um Damme im Amte Vechta. DieHauptabdachung des Landes hat ihre Richtung nach derWeser, Ems, Jade und Haase hin. DaS FürstentumBirkenfeld, gegen Westen vom Hochwald begrenzt, bildetim Allgemeinen eine hügelreichere Landschaft als der übrigeTheil des Herzogtums.
Flüsse.
aus dem Auslande kommend.
-) die Weser, ergießt sich 14 Meilen unterhalb der
Stadt Bremen in die Nordsee. !
VII. Heft.
2) die Hunte, aus dem Fürstenthum Osnabrück kom-mend, gehet durch den Dummer See und fällt beiElsfleth in die Weser.
3) die Haase, kommt aus dem östlichen Theile des Für-stentums Osnabrück.
4) die Ochtum, (Ochtme, Ochtem, Uchte,) die ausdem Hannövrischen Amte Syke kommt.
5) die Delme, welche aus dem Hannövrisch-HoyaischenAmte Harpstedt kommt.
6) die Drepte im Amte Würden, welche aus dem Han-növrischen Amte Hagen herströmt.
7) die Trave im Lübeckschen.
8) die Schwentine ebenfalls im Lübeckschen, und so auch
9) die Schwartau.
L) inländische Flüsse.
10) die Ollen (Olle) im Stedinger Lande entstehend.
n) die Haaren, kommt aus der Gegend von Mameholt.
12) die Lethe, kommt aus dem Amte Klvppenburg. (Clop-penburg.)
13) die Vchne (Venne) kommt gleichfalls aus Klvppenburg.
14) das Aper-Tief, entspringt im Amte Westerstede undvereiniget sich mit der Vehne.
iZ) die Wapel, entspringt bei Kanneforde und fließt indie Jade.
16) die Jade, entspringt imAmteRastede und mündet sichals Meerbusen gleiches Namens, in die Nordsee.
17) die Made, fällt mittelst des Nustinger Sieltiefs in denJadebusen.
18) die Hethe (Heete) ein ehemaliger Arm der Weser ander Grenze.
19) die Ahne, aus der Gegend des Dorfs Ahnendeichkommend, ist nur ein Theil des Jadcbusens.
20) die Dornebbe, aus dem Strückhäuser- und Käther-moore kommend, ist jetzt ein Theil des Brakec Sieltiefs.
21) die Vechte kommt aus dem Kirchspiele Visbek im Amt«Dechte.
22) die Leda oder Sater-Ems, entstehet aus derVereinigung der Flüsse Markä und Ohe.
23) die Söste (Soest), entspringt im Amte Klvppenburgund fällt mit der Vehne in die Leda.
24) die Nahe im Birkenfeldischen, am Fuße des Pckers-bergs entspringend.
L a n d s e e n.
1) das Zwischenahner r oder Elmcndorfer Meer.
2) das große und das kleine Bullenmeer.
3) der Plönerlee,
4) der Eurinersee,
L) der Kellersee,
6) der Dodauersee,
7) der Grubersee,
8) der Dannauersee,
9) der Hcmmelsee,
10) der Bujendorfersee,
Mineralquellen.
im Lübeckschen.
Volks st ämme und Sprache.
Die Einwohner sind in Oldenburg und Lübeck Nieder-deutsche mir Plattdeutschem Dialekte; in Birkenfeld ist derBewohner ganz Rheinländer.
Hauptzweige der Industrie.
i) Ackerbau. Oie Art und Weise der Bodenbesteklung sindverschiede« und weichen sehr von einander ab. In
NI