Im »avcmbr. 1719. Jahres befiel mich ein Fieber. Weil nundie Herbst-Fieber ohne dies lange anzuhalten, oder gar tödtlich zu seynpflegen: sokrmme ich leichte sch!iesscn,daß dieses bey mir, als einem al-ten 8 s. jährigen Greissen, etwas zu sagen haben muste. Dannenhersmachte ich alle Anstalten, Abschied aus der Welt zu nehmen. Zu demEnde ließ ich den 28. kjusöcm. zwey ?rorc>nvtAà Apolìolicos und ge-bührende Heugen zu mir raffen, in deren Gegenwart ich folgendes Glau-bens,Bekänntniß ablegete:
Ich unterschriebener Aächvon Paris gebürtig,
Priester des Ormorii in Frankreich, der ich mich zerrt bettläge-rig und gefährlich kranck besinde, auch Vielleicht ehestens, vorDem höchsten Richter, Rechenschafft, von allen Verrichtun-gen meines Lebens werde geben müssen, erklähre mich zu fol-gendem Bekännrniß:
Ich glaube nemlich alle Wahrheiten, die Christus seineRrrchegelehret, in derenSchooß ich sterbenwill, und mitwelcher ich alle Irrthümer verdamme, die sie verdammet undVerdammen wird.
Ich erkenne den pabst vor den obersten SradtbalterChristi, und den Apostolischen Stuhl vor den Mittel Punctder Einigkeit.
Ich àlârire, daß ich niemals etwas zu sagen, zu schreibenoder zu dencken verlangt, das demjenigen zuwider wäre, wasdie heilige LatholischeRirche glaubet und lehret, oder demkeipeÄ, den jedes demürhiges Rind der Rirche und denenSchlüssen derselben schuldig ist.
was mein Ruch, oder lteilexions ^or^lez iur le Nouveau l'elìz-ment betrifft, 6ec!arire ich, daß ich bey Verfertigung desselbenniemals Lm geringsten gesonnen gewesen, etwas^darein zubringen, weiches denen Meinungen der Rieche zuwider wä-re , oder etwas mit denen schädlichen Irrthümern, oder denenbösen Absichten, gemein hätte, deren man mich, zu Rom undzuparis beschuldiget, und vor denen ich, von gangen Hergeneinen Abscheu hege. Sondern, daß allein, meine Absicht be?Verfertigung desselben gewesen, der Rirche, durch Unterrich-tn« derer Gläubigen, einigen Dienst zu erweisen.
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