m ( 6r ) M
er m Jerusalem gerathen war, sein Leben durch die an den
Käyser zu retten. GOtt theilet seine Gaben wunderlich aus, und sie-bet sie nicht einem jeden alle insgesamt. Hätte ich meines Orts, beymeiner tiefen i^eoioZis und Einsicht in geistlichen Dingen, den MuthPauli, oder-die Herhhaffligkeit l-urker,, oder die ^oumZe des 2>vinZilibesessen /wer weiß, was vor eine Gestalt ich der Kirche gegeben hatte ?
In einigen Schrissten, worinncn von meinem Lebens-Lauff gehan-delt wird/liefet man, ob hätte ich, nach meiner Flucht aus Brüssel, denWeg nach Frankreich genommen, und daselbst, aufOrelre des KönigsI.uclovlci XlV. in die Nsllilie kriechen, auch darinnen so lange verbleibenmüssen, biß besagter König gestorben gewesen. Allein dieses ist falsch.NachFranckreichgieng ich nicht, als ich mich ausser dem Kercker befand.Denn das wäre aus dem Regen indieTrausse gelauffen gewesen, inson-derheit weil ich, etlichemal, sehr scharst gegen den König, wegen der Ge-walt und des Zwangs, so er sich immer über die Gewissen anmasseke, ge-schrieben hatte. Sondern ich wandte mich gleich nach Hoöand, kanfolglich auch nicht biß an den Todt t.u6ovici in der öäile gesessen seyn.Der Irrthum aber rühret daher, daß ich mich immer einsam und verbor-gen gehalten, biß sich der Todt I.u6ovici xrv. ereignete, wannenheroman Anlaß genommen zu ssZi-Ziren, ob fasse ich in der Lallille.
Die eine Catholische Capelle zu Amsterdam besuchen ich gar fleißig.Unter denen Büchern, welche ich daselbst geschrieben, befand sich meineApologie gegen denErh-Bischoffvon Mecheln und dessen lànai oderCapitul/worinnen ich darchat, warum ich beyde vor partheyisch hielte.Auf den wider mich ergangenen 8emenr antwortete ich zu zweyen-unter-schiedenen malen, gab auch noch einen gegen das vecrcr der in-guiirrion zu Rom heraus, das wider den limirr Ertz-Bischoff von 8e-butìe, Vicarium ápvtìoiicum in denen vereinigten Niederlanden ergan-gen war, und was dergleichen Schrissten mehr gewesen.,
àno 1728 wirckten die Jesuiten abermal ein Päbstl. vecret aus,welches aber, weil man darinnen der Freyheit der Frantzösischen Kirchesehr nahe getreten war, in Frankreich verworsten worden. Dem unge-achtet aber wagten sie sich ào 1712 aufs neue an mich, indem der k>a-ter le Cellier. l.uäovici X!V. Beicht-Vater, die beyden Bischöste vonlä-on und iiocdeüe anreitzete, mein Neues Testament, samt denen An-merckungen zu verbieten und zu 6e!-lliren, welche Schriffc aberder Car-dinal von^oà das folgende Jahr hernach verwarst und zu lesen ver-