Druckschrift 
Fünffter Theil (1692)
Entstehung
Seite
763
Einzelbild herunterladen
 

Triumph leuchtenderLn'egs-Helm. Fün ffter Theil

JnftlRügen muste sich diesem See Helden ergeben/ und zwar vsr die' Erobert bisfts Jahr seinen Feldzug / mit Nichten aber seine tapfftre Thaten be Insel RA,schlieffen. Weil das darauf folgende Jahr kein äeeours aus Holland^"'für Dannemarck zu erwarten/ und der König sich getraute/ denenSchweden zur See genugsam gewachsen zu seyn; ward der AdmiralTramp . aus Ansuchen/ seiner Dienste entlassen. Er hatte bereits dieReise nachHostand angetreten/ als er von Ihr. Churfürst!. Durckl-von Brandenburg ersucht ward/ in seine Dienste zu treten. Er verließ Ammtindemnach den Dahmschen Hof / nachdem er bey seiner Abreise mit demKönigl.Bildnüß / mit Diamanten reichlichst besetzt/von sehr hohem Dienste.Werth / beschenckt worden.

Das Glück hatte unterdessen den Dennemärckern einen neidi-schen Blick gegeben / indem ihnen die Insel Rügen durch den tapfernSchwedischen General Königsmarck/ wieder mir grossem VeUustabgenommen / und wieder in Schwedische Hände gebracht worden.

Diese Insel nun wolte Chur-Brandenburg/ es kostete auch was eSimmer wolle / wieder erobern. Zu welchem Ende er sich des Admi-ral Graf Tromps bediente / und ihn über seine bey sich habende Schif-ft setzte. Er war abermals nicht minder bey Chur-Brandenburg/alsDennemarck/ glücklich / und sahe sich Ihre Churfürst!. Durch!, von^ert ,dem unlängst SchwedischerSeits bemeisterten Fürstenthum Rügen/bald Meister. gen.

Nach dieser Verrichtung kehrte der Admiral Tromp/mit Ehrenüberhauffk / und von 2. Königen mit der Würde eines Baronets,

Grafen und Ritters / beschicket / wieder nach seinem Vatterlande.

Die Friedens Ruhe verschaffte ihm auch eine ZeiklangRuhe; bis erendlich/im 1691. Jadr/vom Könige Wilhelm zum Ue»r. AdmiralGeneral über die Holländische Flotte erwehl! worden. Man verhoff-te die Lorbeer-Zweige sollten auch / für diesesmal/ sein Haupt/ be»dieser Ausftgelung / Sieg - bekrantzen : allein eine lang - anhaltendeKranckheit umzingelte sein Haupt mit Leyd.- Cypressen; und muste derjenigeHeld/welcherniemalseinigeGefahrgescheuet/ aufdemSiech hm.bette unterligen-

Aus seiner Ehe / so er mit Frau Margareth von Roshorst/ einer Hak eineWitrwe des HerrnHelmont/ vollzogen/ saheerkeineSprossen/und^hE'sich also in diesem Stücke bey allem seinem Glücke unglücklich. Sun Dar ® ** *

L- lchnam ward in das sehr prächtige Grabmal seines Herrn Vet-ters / in der Gradt Delfft / vergruffcet. Sein Ruhm aber blühet/solang der Ocean von denen Holländischen Schiffen besegelt wird

Ddd dd 2 Die