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Fünffter Theil (1692)
Entstehung
Seite
500
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NalurGüter dirftsHertzvA-chums.

f 60

^om.^lvstMai und Dew hoben Asliittm

MWbel^TWUin'aberdresesLand ohne Weg g-wesen / wodurchder/bey dem Alterthum so bernssene/Weg/Via/zurelia.perAloesOraiLS, per Alpes Cottias &c. gegangen ? Ebensowenig--.Feil diejenige jum Ziele i welch e 8ae>vye glerchsam als 8axvoye o *der der Sachsen- Weg auslegen wollen ; da der Name Sapadia,* ehe die Sachsen hineinkommen/ im Gebrauch gewezen. Wiedann auch diejenige/ so Sabaudia/oviel als Baccaudiazu seynmr««eben/schlcchtlich in NamenvAblettungen bewandert. Roch lächer-licher ist die Abstammung von dem Ertzbischoff zu Arles.Sabauder.so erst um das ^ghr s s6. gelebt/ und von etlichen vor der Allobro-«er Apostel ausgegeben wird; da doch selbige schon lange vorher zumv bristlichen Glauben bekehret worden / auch dieser Erhb,Dos 8a-bauäer sich einen schlechten Apostel erwiesen / als er zwischen denenAuftraOun und Burgundern ein grausames Blut- Bad m derStadt Ar!es aufgerichtet; zu geschweigen / daß selbrger auch osster^avanouscharpidlus^ja gar Haxardus genennet wird.

P Nickt so gar unaegründet leiten etliche diesen Ramen vonöem5 ebadischen spicer, 'den die alten Einwohner verchreten; Sdervon

dem Römischen Capitain 8abatio,oder von derRömischenCegioaklavia 8abaudia, oder von denen Vadis 8abatür. Wiewol alle die-

ft Ableitungen nicht sonder Schwürigkeiten. Die/welche dieEmwo-ner der disseitigen Alpen für Celten / und also ursprünglich für Teut-sche ausgeben / suchen diese Namens Ableitung auch von denen teut-schen Stamm -Wörtern / und soll ihnen Sabaudia so viel/ atö&etSabaten Aus oder A.we/ der Sabaten IlDeide/bedeuten. WelcheAbleitungen wir samt und sonders des geneigteii Lesers Wahl undGutdüncken Heimstellen; und hiebey keinen Richter abgeben.

Sonst ist die Lufft dieses Hertzogthums gesund: denn obscho»' eine zieml.che Kalt in denen Gebürgen / und empfindliche Hitze aufder Erden/ist dod) solche so gemasslgt / daß jene mit der NördlichenKalte / diese aber mit derJtalianifthen Witterung nicht zu verglei-chen. Der ebne Erdboden ist sruchibar und wol zu bauen / sonder-lich aber gegen Norden / allwo es einen Überfluß von Wein / We>-tzen/Erbfen/Rüben/Kohl Bonen/Metonen/Ktroblauch/Zwieblen/kinsen/Gersten/und Andern/ darreichet. Auchzinsen die Wießmat-ten/ und angefeuchteteThaler/köstlid)esHeu/und gewünschwÄch-Weyde. Die Baume tiefern Nüffe/Aepfel/Birnen/Kirschen/weis-se und scbwartze Maul Beer/ Caftanien/m ungemelner/sseigenundMandeln aber m nicht so grosser Menge.

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