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Fünffter Theil (1692)
Entstehung
Seite
396
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Alke Ein-wohner.

z§6 Röm. R ayll Mai, »n d dek- hohen A lKirten

Fürstenthum bilstrerano, demMayiändischen Staat / und Herßog,thum Monfcrrat umzingelt. Diese Herrschafft ist eine der fruchtbar»sten ingantzPiemont/ und werden es ihr an allen Natur-Güternwenige bevor thun. Dre Vereellische Capaunen werden vor die al.lerleckerhafftesten in gantz Italien gehalten; und waren schon die Gold,BergwerekezukUniiZeitenbep Vcrcslli deruffen/ wovon noch heutzu Tag einige Merckmahl zu?on^-k-no übrig sepn sollen.

Die edmalige Besitzer und Einwohner dieser Herrschafft warendie sogenannte Ly bici, Libecii und Lebui, als welche die G. gendzwi»schen denen Flüssen Doris, ösite und 8cKa, deren Haupt-SkadtVereell innen hatten: weswegen sie dann von Plinio Vercella Ly bi.corum betitelt Wird. Diese Herrschafft hat im Jahr 95?. Kayser Ot.ro,auf Ansuchen Pabst Sylvetters, und Verbitte Ma-ggraf ttu-8en8, aus Italien / dem damaligen Vercellischen Bischest, zusamtder Stadt / geschenckt/ und alle Gerechtigkeiten / so das RömischeReich dar über gehabt/ verliehen. Nebst dieser Herrschafft bekam erauchdieGrajschafftät. Agathas, mit allen darinnen gelegenen Städ»ten / Schlössern / Flecken / Dörffern / und dazu gehörigenRechten undGerechtigkeiten;und sollte das Bistthum dieser GrasiundHerrschafft zu gemessn haben; noch von einigen Italiänischen Fürstenangefochten werden/ bev Straff 1000. Pfund Golds/ wovon dieHelffte der Kayserlichen Kammer/die übrigeHelffte aber dem Bischoffvon Verccii: bezahlt werden solle.

Es kam diese Herrschafft / zusammt der Stadt / folglich zu demHertzogthum Mayland/ward aber im Jahr 1 3 34. Graf Aymon vonSavoycn zugesprochen ; welchem Hauß es auch zu Zeiten Amsciei desKommt an v i n.Hertzogs von äa voy en, und zwar im Jahr 1427. von HertzogEavoym- Philipp Maria »on Mayland/Wie aus einem juTurin in dem bischoff»lichen Palast deswegen aufgerichteten Schreiben erweißlich / geschen«cket worden. Wiewo! die Stadt hierunter nicht begriffen war / welcheaber folglich diese Schenkung durch ihre freye Unterwürffigkeit andas Hauß Savoyen brkraffriget / weil sie sich wider so viel ansteffendeFeinde nicht vertheidigen können. _ .

An die Marggraffchafft 1vree und Herrschafft Vercelii stost dassogenannte Fürstenthum piemonr, welches / nebst der Marggraff»schafft 8 u 5 a . durch Verheyrahtung Graf066ens von Savoyen mitder Maragrafin Adelheid/ zum Hauß Savoyen gelangt. Und zwarwas die Gegend um IHn anbelangt/ warselbige der Wohn-Sitzder Taimner, eines mächtigen Volcks/mit welchem ttölwiba! eine

blutige

Kürsten-rhum Pie«vnt.

Atte Ein»i»ob«er.