468 Räm. RaysMaj. unddero hohen Allüreen
sich irr die Schloß - Kirche / und that der Herr Hof.HredigerHrsi^nu5.die Huldigungs-Predigt/ aus dem i. Buch Sam. im 16.Cay.v. i2. welches er dann herrlich appiidrte Die Polnische Herren Com-miffarien fuhren gleichfalls noch vorhero in die Messe/in dieCacholi«sche Kirche zu Königsberg; Nach der Predigt fügte sich Se, Chur-fürst!. Durchhaus die neu-aufgerichtete/ undmitrothem Scharlachüberzogene Bühne / auf einen Lehn-Stuhl. Zur Rechten saß derMrfl t-uhomirrlcx, von wegen der Polnischen Königlichen Repubii.que, zur Lincken der Herr Krön k-f-rendarius 8rukv. Der Preut-sischeCantzler that die Rede an dieRitterschafft und samtlicheBürger'/nachgehends ward ihnen der Cyd vorgelesen/ welchenaklemicausge-streckten Fingern sehr laut schwuren; hinter der Burgerschafft/aufdem Schloß / hielten die zwey Compagnien Trabanten / auf der Sei-ten aber r. Compagnien Trucksische Fuß - Völcker.
Wie sie nun denEyd abgeleget/ that der Fürst^ubomirsk^,yachgehendsderKron- K.e 5 -renctsriu 8 , im Namen des Königs/ ei-ne 8ermon an die Ritterschafft und Stände/ in Lateinischer Sprach.Als nun der Krön-Reterencjgrius seinen Vortrag anfieng/ kam derPöbel/und machte das Tuch/ womit die Bühne überzogen war/Preist/weil es gewöhnlich/ so bald die Huldigung geendiget/daß siediesen Überzug zerreiffen/und wegnehms/wobey sie sichzimlich geschla-gen / daß viel Tuch zerrissen/ und ein grosses Prasseln/ als bräche gleich-sam die Bühne ein/verursachet worden / woraufunter denen Leuteneine grosse Unordnung entstünde. Die Mußquerierer schlugen nichtwenig untet den Pöbel; welches einen grossen Lermen verursachte.
Nachgehends kamen Se- Churfürst!. Durch!, mit denen Polni-schen Herren Commiffariis wieder / setzten sich/ und brachte der Kron-Kekers näariu8 seine unterbrochene Rede zum Ende. Wie alles geschs-hen/wurden silberneSchauPfeninge ausgeworffen/auch denenFür-nehmsten desLands/als denen Herren Regiments-Rahlen/gantzgüldene / zu ro. Ducaten schwer / mitgetheilet. Man löse« auch dieStücke / samt dreyfacher Salve der Trabanten und Soidateique:wobey auch die 24. Trompeter und Paucker sich freudig hören liessen;worauf sie sich allerseits in den grossen Moscowiter - Saal / woselblienin die fo.TaftlNgedeckt gewesen/ zur Tafel verfügten; wobey herrlichgemusiclrt worden. Auf beyden Seiten in dem Saal/ stunden dieChurfürst!. Trompetet und Paucker zertheilet / und machten tarntauf. So li«ff auch auf dem Stall -Platz / vor dem Schloßpm lang/Wein. Auf gedachtery Moscowiter , welcher/ gle»