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Fünffter Theil (1692)
Entstehung
Seite
339
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Triumph - leuchtend er Rtt 'egs-Helm. Fmrsscer Theil

Sporen / so nur mit einer Spitzen versehen/ wie es bey denen Mohre«gebräuchlich. Sie sitzen auchgleich denen Mohren mit kurtzen Steg-reiffen zu Pferd/ welches sie Cavalgar a ia gineu nennen.

Diese Cavalier nun fassen sehr fein zu Pferd / und waren allevon stattlichen Häusern / anerwogen jeder unter ihnen aufdie viertzi'g^.aquais bey sich hakte; deren einige waren in Seiden Zeug / so mitTreffllck«Spitzen verbremt, andere in Fleisch - färben Gold und Silber gestick- Auf/us ch.ten örocarci,andere wieder auf eine andereWeise gekleidet/doch mach- rerraqnaik.ten ihre Kleidungen lauter fremde Trachten vorstellig / als Mohren/

Indianer /Türcken/Hungarn/rc. Verschiedene Laquais trugen ti*nige Büschel Wurff Pfeile oder Lantzen/ welche/ weil sie mit allerleyFarben bemahlet/treffijch angenehm zu sehen waren; In diesem prach,ngen Auszug und Begleitung zogen die Cavalia mit denen sechsAiguazils, und bey dem Schall der Trompeten/über den grossenPlatz. Als sie vor den König! 6a icon kamen/machten sie eine liesseRe vereng und ersuchten Seine Majestät um Erlaubnüß/ die Stierezu bekämpfte«.

Zu gleicher Zeit hörete man die Trompeten an allen Orten er,schallen / welche gleichsam denen Stiern die Ausforderung nnkündig,ten. Nach den Trompeten folgte das Geschrey des anwesenden

Volcks/welches mit Viva viva los bravo» cavallere»! dieKampsserAruffdeS

beehrte; Hierauf begaben sich die Cavaiiers auseinander / und liessendie ihnen bekandte Dames grüffen. Die Laqua i s musten so dann ausdem Kampff» Platz hinaus/ und blieben bey jedem nur zween / so mitLantzen oderWurff- Pfeilen versehen. Diese bleiben aus der S>eiteihrer Herren/und kommen selten hinter demSattel weg. Sodann be,geben sich in den Platz viel junge Wag - Hälse hinein / welche vonweiten Orten herziehen / um die Stier zu bekämpften. Diese / weil sienicht von Adel/sind nur zu Fuß/und gehet mit ihnen keine Leremo.nie für.

Als es dem König gefiel/dem Gefecht einen Anfang zu mache«/tarn« Aiguazils unter fernen ßaicon, und reichte so fort der Kömgdem von fuancl' Außria den Schlüssel zu der Stallung / in welcher KSnia hatdie Stier verschlossen; dieser Schlüssel ist jederzeit in Verwahrung des t>?» Stall.Königs ; und bekommt ihn der fürnehmste Minister, als eine grosse Dchlüffri,Königliche Gewogenheit. So gleich hörte man die Trompeten/Zim,dein / Trummeln / Pfeiffen / Schalmeyen und anderes Gethön/undöffneten die Aiguazils mitZittexn undVeben das Thor derStallung.Hinderber Thür wm eme Person verborgen/ welche alsobald das

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