Druckschrift 
Fünffter Theil (1692)
Entstehung
Seite
252
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2s2 R§m. 2 Uyf rnaj. und dero hshenZlltttten

SchlechteVerrich-tung bey»em Kö,

uig.

sten Ruin iu fetzen ; und ehe er noch zum Schluß dieses Vergleichskäme/ausFranckreichzu weichenzwie er dann erbötig ware/ihn-wohinnur wollte/zu begleiten. Allein HerzogCarl/ welcher noch nichtsvon der bereits geschehenen R.an6cauon vermeldet / wendete ein/daß»NA. er/Printz Carl/an diesemEntschluß selbstSchuId ware;zudem hatteersich gegen den König schon so weit eingelassen / daß er nimmer zurückziehen könnte.

Printz ver- Prinb Carl und sein Herr Vatter Hertzog ffrantz wurden ausmeint bey dieseAntwort ungemein bestürtzt/doch weilPrintz Carl beydemKöniadem Komg j st sonderlichem Werth war; als hoffte er noch/derKönig würde viel-balteu! leicht noch eher als sein Herr Vetter/ zu erweichen seyn / und falls er

* zur Großmütigkeit dieses Königs seine Zuflucht nehme/von der durch

dieUnbedachtsamkeitundRacheseineSHerrnVetternerlangtenkrX.tension, ihm zur Gunst/abstehen.

Allein fein Hoffen schlug hierinen fehl: dann sein demütigstesundflehendlichesAnsuchen beantwortete derKönigmitelnemtrutzügen Gesicht undAntwort/ deren er doch endlich das Versprechen bey-fügte / daß/ falls er gewrllet/ sich ihm lediglich zu unterwerffen/ er ihmhiemit versprochen haben wollte / daß er ihm seine Angelegenheit / zusonderbarer Vorsorge/ würde lasten empfohlen seyn. Der Printzkonnte aus dieser Antwort genugsam die Nichtigkeit seiner Verrich,tung schlieffen. Sein kluger Geist verbarg die Empfindung so erhierüber hegte / fand sich demnach bey einemkurtz darauf angestelltenPrintz Cark Königlichen Laller ein/ undals er mit all verwunderlicher Hurtigkeitgehet aus den Auftugs- Tantz gedantzet / verbarg er sich und ritte noch selbigeNacht/bloß inBeglettung seinesStallmeisters undKammerdieners/von ?Ä-ris weg / reifere auch di'egantze Nacht / wie auch den folgendenTag/und hielt sich nirgend auf/ biß er öcLncon erreichte/ da er siebenoder acht Tage langzu verweilen/ von seinem Herrn Vatter befehlMwar/um von dem selben allda ein Schreiben zu erwarten.Er gieng vondannen aufFlorentz und Rom; von Rom wieder auf Florentz/ fobKommt gends aufVmedig.da ihmgroffe Ehre widerfuhr. Von Venedig be,endlich gab er sich wieder nach Teutschland/ und zwarnachMönchen/wofelbst«nrP-iLien. ^ einezeitlang sich verweilte/ und endlich wieder auf Wien/ als seinenGeburrs und ersten Erziehungs - Ort ; daKayserl. Maj. sich der inzarter Jugend aufPrintz Carlgeworffenen Gewogenheit errmneren-deJhnderognädigstenNeiJUNg/semlnreressezubeföröern/höchst-

feukseiigft versprochen. ...

Hier verweilte PrintzCarl so lang/ biß er verständigt waw/ daß

Franck.reich