Druckschrift 
Fünffter Theil (1692)
Entstehung
Seite
102
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3Q2 R5m Raks Mnf und bero hohe« AMirtm _

sich wo! sürzusehen / weil man ihm heimlich nachsiellete/ ob er nunwol solches in den Wind schlug/so ward er doch kurtz hernach inne/daß eine grosse Feindschafft wider ihnunter den Soldaten war / weit'seidige in der Meinung stunden/daß er eine groffeMenge Proviant mseinem Haus verborgen hatte: weil nun solches ein grosses Gerüchtsiiffber daß es auch fast zur Meuterey ausbrechen wollte / so war man b*Gouvm dacht/solchem Übel in Zeiten zu steuren/kriegtt deswegen einenSolda-«eirrL reu/und lernte denftlbigen/ daß er sich auch stellen muste /ob sey er derandern Meynung/und dahin dringen/daß das Haus durchsucht wer«den möchte; als nun solches unter der Hand geschehen/ward es still«/und davon weiter nichts gedacht.

Kurtz hernach ereignete sich ein neuer Verdacht wider den Gou-ükrmaüi verneur, weil die Belagerer trachteten der Besatzung der Belagertger Ver« ten einzubilden/daß ver Commendant die Stadt verrahten / und sosiöachlüber che dem König Jacodo überliefern wolle,für welchen Diensterzu ho,deu Tsu« hm Ehren erhoben werden sollte. Dieser Wahn entspann sich durch«nuar. eiue Namens Coie, welcher bey denen Feinden im Anfang Map eineZeitlang war gefangen gehalten worden / welcher emsmals mit dem6eneral-I.ieucenanr Hamilton UntetxeÖun# gepflogen/ da ihn der»selbe unter andern befraget: was ^lonl.X^alker für eine Persi)n wä-re/ und was er für vertraute Freunde hatke^Dieser^l-.Lolenann»j te darauf ein und andern/letzlich auch sich selbst DerGen,I.leure-fragte darauf/ob er dem König Jacob wolle einen Dienst thun/uuderliche Vorwage/ so er Ordre hatte Mr. Walker vorzurragen/ü»lderbringen wolle ? Dieser/weil er verhoffete/hiedurch zu ftinerFreyheitzu gelangen / sagte es zu und darauf ward ihm ein Paß ertheilet/ und^ mit einer Bottschaffr an klr. Walker abgefertigt.-> So bald er nun in der Stadt antar-gte/ward er mit Freuden em»-fangemer vergaß aber darüber seiner Bottschafft gantzlich/als wel-che er ohne dem nichtwillens war zu bestellen/ doch lieft er in Unterre-dungen zu weilen etwas davon entfallen ; welches dann bey der Be-satzung grosse Vermutung auf den Gouverneur machte/daß er sich«twan mit dem Feind in einen ^ccorc! eingelassen haben möchte/ undweil ein und anderer ihn bald mit diesen bald mit jenem hohen Titeldegrüssete / schöpfte er arge Gedancken daraus /und nach dem er kun-dig worden / daß es aus klr. Golo seinen Reden entstanden / ließer ihn in Gewahrsam bringen / und nach geschehener Untersuchungbekannte er das gantzeGeheimnüs / wodurch dann jedermann einSeMÜLeu ertgMe / und der GouvEMr sich alles Ver-' . dgchlS