Röm. Kars Mas und dero hohen Alkirten
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Die Gefangene / denen dieses angedeutet ward/hatten einen Ab<scheu an der ihrigen entsetzlichen Grausamkeit/ und kunten dagegender Belagerten Verfahren nicht schelten. Sie baten aber den Oou-verneur um Erlaubnüs/ daß sie einen Brief an iden Oenersi i^ieu-tenant Hamilton schreiben möchten / von dem sie noch eine bessereHoffnung als die Belagerten hatten; solches ward ihnen vergönsiigt/und musie em Bot folgenden Brief ins Lager bringen.
U/lorä
Schreibe« Durch das harte Verfahren so wol Wider die im Schutz gts
der Getan- n-mmeue/als noch nicht beschützte ?rocettanten / welche ihr m*®en*Häu« tcv die walle der Stadt getrieben habt/ ist der Gouverneur- derniicoB, | Besatzung so erzürnet/ daß wir/durch Rriegs-Recht/alle zu demTod verurtheilt sind und morgen sterben sollen |/ eo sey dannhaß ihr die arme Menschen wieder ziehen lasset, wir habendieser wegen schon an den Feldmarschall Rost geschrieben / weilwir aber keine Antwort erhalten sö nehmen wir unsire Zufluchtzu euch/in dem uns wol wissend / daß ihr an Vergiessung un-schuldigen Bluts keine Gefallen habt; mit Bitte/unsern Zustanddoch dem Rriegs - Rath zu entdecken, weil das Leben der all-hier sitzenden zwanyig Gefangenen in äusserster Gefahr schwe-bet/so bitten wir sö viel mehr / um Euren Fleiß und Sorg. wirsind alle bereit/für Ihre Majest. mit dem Degen in der Faust un-ser Leben aufzuopftrn/als Missethäter aber eines schimpflichenTods zu sterben/geht schwehr ein- Jedoch kennen wir dreVer-Messung unsersBlues der Garnison iticfre zurechnen/ dann wirsindpon ihnen mit aller erdenklichen Höflichkeit trackirer wor-den. wir verbleiben Euer unkerthanigst sterbende
blerervil, geschrieben durch eine andere Hand/weil er die Finger seiner rechten Hand ver-rohren.
L. LuülerXilmoer.ö/lac o Doneel
Barlyfm Namen aller andern.
Selbigen