Druckschrift 
Fünffter Theil (1692)
Entstehung
Seite
96
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p6 Röm. Nais. Maj. und der- hohen Allnreen

Belägerte Unterdessen trugen die Belagerte ein jehnliches Verlangen nachvermeinen den Schiffen/und sonnen Tag und Nacht aufMittel dazu zu gelan-»umB-n. verfertigten ein Fahrzeug mit r 6. Riemen/und meynten da«

E mit durchzukommen/ und dem Genera! Kirk ihren betrübten Zustandrvmmen. ^zutragen. Sie segelten zwar aus mit vielen Glück-Wünschen/allein der greuliche Hagel vonKugcln/so von beyden Seiten der Rivmauf sie stürmte/ zwang sie bald wieder zurück zu kehren. Den r 8. Ju-Capital» nii fuhr Cnpitnin Noble aus der Stadt mit 20. Mann die RivierNoble thut hinauf/ in Meynung das so genannte Fisch--Haus zu plündern. Eseiittir Aus« entdeckte aber ein jeh-entstehender Lermen sein Vorhaben/und nach-dem er in einem Scharmützel einen feindlichen Lieutenant und Fahnd,rich nebst s. Gemeinen erlegt / und 1 s.Mann gefangen genommen/kehrte er wieder in die Stadt zurück/ und brachte zwey von des Fein-des Chaloupen mit sich.

BeiZgerte Es hatten aber die Belagerte gerne jemand an den Gener. Major

suchen an/ geschicket/ damit er ihre Noth recht innen werden möchte; zu dem Endea««.» baten sie den Feind/ihnen zu vergönnen/ daß sie einen Boten an denMaj.Kirke General Major auf die Schiffe schicken möchten/zur Vergeltung/vorzu senden, diese Gunst/ erboten sie sich einen der vornehmsten Gefangenen loß zulaffen/und die beyde gewonneneBöthe wieder zu geben; a'cleip umsonst.Sie hatten einen Obrist-Lieutenant Talbot gefangen/ um dessen Ran-Obrlst- ßion sie bereits auf j-oo. Pfund mit dem Feind verglichen waren/ selbi-Lieutenant gen wollten sie umsonst frey lassen/wann sie in ihrem Begehren möch-Talbot ten gewillfahrt werden; der Feind aber wollte davon nichts hören,ltirdt. Einige Tage hernach starb erwehnter Obrist-Lieutenant an seiner em-pfangenen Wunde/und damit verlosch gleichfalls die Hoffnung zurRantzion.

Mchei.« Um diese Zeit ward der GouverneurBaker gefährlich kranck/wes-

bum wird wegen die Besatzung den Obrisien Michelburn / dem Gouverneur«n Bakers) Walker beyzuftehen/erkohre/damit/wann dieser einenAusfall commm,Tt-ll Gou, dirte/der andereSorg vor die Stadt tragen möchte; und wann etwanvernmr. Einer umkäme/ die Stadt dannoch nicht ohne Gouverneur/ oder demHazard einer neuen Wahl unterworffen seyn dörffte.

Gen. Rose) Den 24. Junii war der General Feld-Marschall Conrad Rosewmmttm jn des Feinds Lager ankommen/ und wie man in der Stadt durch ein-gebrachte Kundschafft erfuhr/ soll er/bey Erfthung des wenigen Vor- ' ^ theils/ so die Königl. Trouppen biß daher noch an der Stadt erhalten/in grossem Grimm herausgefahren/ und der Stadt mit grausamenFrantzöstschenSchwührengeschwohren haben/ daß er siemdenGrund

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