TrilMph-keuckrettdek Kriegs-H elm. Zünffrer Theil. 9z
sten'schössen deshälben auf die Pferde/ und als solche niederstürtzten/konnten die Reuter nimmer eurfiiehen; die dann/ bis auf drey/ so ihr Der An.Heil in der Flucht gesucht/ niedergemacht/ der Anführer Budler aber tAnrBud»
^fangen worvetu ^ wunderliches Aussehen/daß die Flucht-
ergreiffende Feinde ihre todte Cameraden auf den Rücken nahmen/ Wundern,um dadurch sich vor der Belagerten Kugeln/ so ihnen Haussen-weis che Schild 1nachzogen/ zu beschützen. Der Feinde blieben bey dieser Action 420. der flüchti-auf dem Platz/die Belagerten hingegen hatten nur 6 . Gemeine und sen Irren,einen Capitain verlohren. Selbige Nacht spielte der Feind mit schweh-ren Bomben in die Stadt/ so über 273. Pfund im Gewicht hielten/selbige thaten grossen Schaden/ wühlten die Gassen auf/und verheer-ten die Häuser/so daß jederman sich nach dem Wall und an die ab-gelegenste Oetter retiriren müsse.
Es brauchten aber die Feinde des Tags über die Canonen/desNachts aber fuhren sie mit dem Feuer-einwerffen fort/daß also de-nen Belagerten keine Ruhe gelassen ward /und daher in Mattigkeitund Kranckheit verfielen/ deßwegen sie auch hauffig dahin stürben;wiedann den 1 s. Junii/ nach gemachtem Überschlag/befunden ward/daß die Garnison auf 6 1 8 f . Mann verfchmoltzen. Einen Vortheil Garnisonhatten die Belagerten noch von denen Bomben / daß selbige ihnen/ nimtziem-durchUmwerffung der Häuser/ Brand -Holtz verschafften/woran sie “dW*sonst grossenMangel hatten und verspührten.
Den 7. Junii langten drey Schiffe an das^ Fort Kilmore/sel-bige canonirten auf das Castell/und bearbeiteten sich die Rivier hin-auf zu kommen. Eins derselben gerieth durch Unglück aufs Trocke,ne/und lag eineZeitlang bloß für dem feindlichenGeschütz: Endlich sa-he man mit Vergnügen / daß es wieder los kam ohne mercklichenSchaden. Den 15. Junii sahe man aus der Stadt eine Flotte von Aus derso. Segeln in der Rivier/ worüber zwar grosse Freude entstand/weil Stadt fleh«sie glaubten/ (wie es dann auch war) daß es Succurs aus Engelandwäre; allein weil sie kein Mittel sahen/Kundschafft davon zu überkom-fonumn.wen/auch ihnen unmöglich bauchte / daß selbiger bey ihnen würdekommen können / in Ansehung der Feind vieStadt täglich je engerkinsperrete/ so war die Betrübniß bey ihnen desto grösser.
Über das fahrn sie auch / daß die Feinde Batterien gegen dieSchiffe aufwurffen / ihre Fusilierer langst dem Strand an beydenSeiten setzten/ und ihre Canonen 'in das Fort Carolus brachten/ wo-selbst die Rivier ziemlich schmahl und der Durchpaß war / da die
M iij Schiffe